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Geschrieben von: Hartmut Krauss
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Sonntag, 24. Januar 2010 um 12:21 Uhr |
Hartmut Krauss untersucht in dieser Studie die „komplexe Diskursverwirrung“ der deutschen Islamdebatte. Sie erreicht gegenwärtig den Höhepunkt der Verkehrung von „wahr“ und „falsch“, als ausgerechnet die emanzipatorische Kritik schlechter Formen gesellschaftlicher Herrschaft und ihrer Legitimationsideologien, sofern diese Kritik den Islam als weltweit verbreitete Herrschaftsform aus ihrer Kritik nicht ausdrücklich ausnimmt, in den Gazetten der deutschen Meinungsmacheindustrie, als „antisemitisch“ und krankhaft phobisch (Islamophobie) denunziert wird. Damit wird die historische Wahrheit mal wieder von den Füßen auf den Kopf gestellt. Denn nicht die emanzipatorische Kritik an der islamischen Herrschaftsform ist antisemitisch und zwanghaft phobisch, sondern es ist umgekehrt der Islam in seiner gegenwärtigen Verfassung eine in ihrem Kern antisemitische und totalitäre Herrschaftsform in dem Sinne, dass er jede Nichtidentität der unter die Herrschaft des Islam subsumierten Individuen mit der Herrschaftsform, der sie unterworfen sind, von Grund auf verneint und den „Juden“ als das Ferment der Zersetzung dieser Ursprungsidentität, als existenziellen Feind des „Ur-Islam“, definiert. Die islamische Herrschaftsform ist außerdem auch -systemisch bedingt - xenophob, weil sie alles Nichtidentische als „Ungläubigkeit“ zutiefst ablehnt und verachtet, also auch jene Fremden, die „Fremde“ bleiben, weil sie sich nicht bekehren und identisch machen lassen, während umgekehrt die emanzipatorische Kritik dieser schlechten Herrschaftsform auf der Grundlage der kritischen Theorie der Gesellschaft für die Befreiung von der rabiaten islamischen Herrschaftskultur definiert und die Augen für den dieser Herrschaftskultur systemisch innewohnenden Antijudaismus, der sich bis zum Vernichtungswahn steigern kann, und die ihr innewohnende Ablehnung auch alles nichtidentischen Anderen öffnet. Hartmut Krauss untersucht detailliert, wie es zu dieser hegemonialen Verkehrung des Bewusstseins in Deutschland kommt und welcher demagogischen Muster und effektiven Rationalisierungen die deutsche Meinungsmacheindustrie und deren Propagandisten des Kulturrassismus sich dabei bedienen. Insbesondere stechen ihm zufolge dabei folgende, einen kritisch-rationalen Diskurs bereits im Ansatz verhindernden Muster hervor: |
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Geschrieben von: Herbert Rätz
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Freitag, 15. Januar 2010 um 20:48 Uhr |
Was bei Frank Schirrmacher (FAZ) nicht zu lesen ist.
Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ, hat ein lesenswertes Buchgeschrieben: Payback. Zu Recht schreibt er, dass das heute allseits geforderte MultitaskingKörperverletzung ist. Allerdings ist sein Kreuzzug gegen den allgegenwärtigen Algorithmus längst überfällig. Schirrmacher beklagt den Verlust des eigenständigen Denkens und will informieren, warum wir „gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen“. Dass wir tun, was wir nicht wollen, das hat er hervorragend beschrieben, aber warum wir wollen, was wir eigentlich nicht wollen, das habe ich bei ihm vermisst. Esoterik ist kein modernes Phänomen, nur der Rekurs auf den Wissenschaftsaspekt ist relativ neu (seit Ende des 18. Jh.). Esoterik ist eine Weltanschauung, die den Menschen von Denken, Entscheiden, Kritik und Wachsamkeit befreit, die ihn die Bequemlichkeit und Begeisterung genießen lassen, ihn aber zugleich in die Epoche vor der „Entzauberung“ (M. Weber) durch die Aufklärung und in den „dogmatischen Schlummer“ (I. Kant) zurückführt. Wenn Heinz Gess schreibt von Neuro-Metaphysik schjreibt, dass sie die gegenwärtigen Tendenzen zur Liquidation der Indiviualität ieologisch rechtfertigt, ohne sich über dieser ihrer gesellschaftichen Funktion bewußt zu und Philosophen versteht, dann ist sein Standpunkt nicht nur berechtigt, sondern erst recht im Zusammenhang mit dem hier Diskutierten zu verstehen. Heinz Gess enttarnt die Behauptung von der Illusion des Individuellen in den Neurowissenschaften als alten Hut der Transpersonalen Psychologie, die Karin Daecke ihrerseits als faschistoide Esoterik identifizieren konnte. Zweck dieser Ideologie ist es, dass „(…) das ich-lose Lebendige sich selbst zum Ding macht und den ganzen Menschen bewusst als seine Apparatur in Dienst nimmt (Gess) Das hatte reale Konsequenzen für die Zurichtung des Leibes zum Körperinstrument. Diese Konsequenzen gewinnen heutzutage auf Grund des auf die Verwertung des Wissens im kapitalistischen Produktionsprozess abgestellten technischen Fortschritts eine neue Qualität. Das Lebendige macht sich nicht nur zum Ding oder Apparat, sondern die Technik wandert wirklich realiter in den Körper mittels Doping, Prothesen und leistungsfähigeren technischen Instrumenten, so dass er zusehends ein auf Hochleistung getrimmtes „Humanvermögen“ des gesellschaftlichen Betriebes wird.“ Diese angeblich wissenschaftliche Negierung der Individualität, deren Ideen von faschistoid-esoterischen „Psychologen“ formuliert wurden, hat nach Gess ähnliche Folgen für die Moral der Menschen, die solche Standpunkte verinnerlicht haben. ... |
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Die WahrheitsLüge
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Geschrieben von: Richard Albrecht
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Freitag, 30. Oktober 2009 um 15:51 Uhr |
Wie deutsche Historiker mit der Wahrheit lügen.
Als Ergebnis der Untersuchung Richard Albrechts über die Geschichtserfindungen einiger namhafter deutscher Historiker lässt sich herausstellen:
"Wenn sich falsch noch steigern ließe, mancher von euch Fälscher hieße ..."
Heinz Gess
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Geschrieben von: Herber Rätz
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Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 13:02 Uhr |
Der
Kampf „positiver Antifaschisten“ gegen die „Strichjungen des Kapitals“
und für die Wiedergewinnung des „lost paradise“ als Charaktermaske des
Neo-Faschismus in der Demokratie.
Herbert Rätz's Fazit:
"Es
gibt keine Bestien in Menschengestalt, aber es gibt eine bestialische
Unterströmung (Gnosis, Esoterik) in unserer Kultur, die menschliches
Verhalten bestialisieren kann. Wenn demokratische Tugenden wie
Konfliktfähigkeit, Toleranz, Diskursfähigkeit, Achtung des Menschen
nicht als Kompetenzen anerkannt und erlernt werden können, dann kann es
jederzeit zu einem angeblichen Zivilisationsbruch kommen. Aber hier
liegt kein Bruch vor, sondern eine Konsequenz des Umstandes, dass
Bildung einerseits idealisiert (Bildungsbürgertum) und den „Banausen“
vorenthalten, andererseits auf den Aspekt Ausbildung
(Anwendungs“wissen“) reduziert wird. Bildung im Sinne des kantschen
Imperativs ist auch heute noch die Ausnahme, vor allem deshalb, weil
die notwendige finanzielle Ausstattung des Bildungssystems ausbleibt.
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Mittwoch, 09. September 2009 um 19:16 Uhr |
Eine Entgegnung auf Judith Butlers Ansichten über Israel
Es gibt nach Auschwitz keine Ausrede und Ausflucht mehr. Die Verantwortung liegt beim christlich-germanischen Europa. Sie besteht darin, ohne Wenn und Aber anzuerkennen, dass Auschwitz der Bankrott des europäischen Christentums und der europäischen Zivilisation auf der Basis der kapitalistischen Produktionsweise war. Der Bankrott des Christentums verlangt eine völlige Umkehr dieser Religion. Sie muss neu anfangen. Der Neuanfang hätte´damit zu beginnen, dass das Christentum die überlieferte Christologie, welche die (in ihrem Rahmen) unaufhebbare Feindschaft zum Judentum begründet, fallen lässt. Der Bankrott der säkularisierten Zivilisation auf der Basis der kapitalistischen Produktionsweise verlangt die Anerkennung, dass auch diese Produktionsweise ihren moralischen und menschlichen Bankrott hinter sich hat und infolge dessen politisch daran zu arbeiten ist, dass im Schosse der moralisch bankrotten Zivilisation neue Bedingungen und Produktionsverhältnisse entstehen können, die einmal ohne Angst vor dem Untergang den Exodus daraus ermöglichen können. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 07. August 2009 um 10:49 Uhr |
Über die Reproduktion falscher ideologischer Dualismen in Brumliks Apologie der Ehrung Felicia Langers mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse. Eine grundsätzliche Kritik
Micha Brumlik bedient sich in seiner Würdigung der strittigen Verdienste von Frau Langer der schlechten dualistischen, von ihm ganz und gar undialektisch verwendeten Unterscheidung von Form und Inhalt, erklärt sodann den Inhalt der Tätigkeit von F. Langer für gut, die Form der Tätigkeit aber für schlecht, |
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Geschrieben von: Ottmar Mareis
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Dienstag, 13. Januar 2009 um 17:03 Uhr |
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Ottmar Mareis setzt sich kritisch mit der Revolte der 68er auseinander und zwar so, dass er mit den frühen kritischen Theoretikern gegen die arrivierten "späten 68er" argumentiert, die den Profit aus der Revolte zogen, indem sie die negative Kritik "anschlussfähig" (Habermas) machten, sie also in die hierzulande so beliebte 'konstruktive Kritik' verwandelten. Diese unterscheidet sich von der negativen dadurch, dass sie - in der Freudschen Terminologie - durch die Zensur des Über-Ichs hindurchgegangen ist und sie mit großem Aufwand an Ratio, die als instrumentelles Organ der Rationalisierung im Dienst des gesellschaftlichen Über-Ichs fungiert, mit Bravour bestanden hat, während jene die Ansprüche des Über-Ichs abweist, wenn sie mit Zuckerbrot und Peitsche einfordern, die lebendige Erfahrung zu unterdrücken, zu entstellen oder sich ganz gegen sie abzudichten, sich dem Strom zu überlassen. |
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Geschrieben von: Peter Pott Postscripta: Heinz Gess
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Dienstag, 09. Dezember 2008 um 09:52 Uhr |
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Der Aufsatz "die Gestalttheorie Werner Haverbecks" von Peter Pott entstand zu Beginn der siebziger Jahre. Damals war Peter Pott von 1971 bis 1975 der Dekan des Fachbereichs Sozialwesen. Der ranghohe Alt-Nazi und seit den achtziger Jahren als "Neuer Rechter" und Neofaschist bekannte Dr. Werner Haverbeck wurde 1972 an der FH Bielefeld als Professor für "angewandte Sozialwissenschaft" eingestellt und sogleich vom Fachbereich Sozialwesen in die vom Fachbereich Sozialwesen räumlich getrennten, in einem anderen Stadtteil gelegenen technischen Fachbereiche abgeordnet. Für den damaligen Dekan war das eine sehr befremdliche Maßnahme der Hochschulleitung, weil seinerzeit im Fachbereich Sozialwesen ein Sozialwissenschaftler sehr viel dringlicher gebraucht wurde als im Fachbereich Sozialwesen.
Peter Pott hörte davon, dass Werner Haverbeck im dritten Reich ein ranghoher Nazi gewesen sein sollte, und mutmaßte, dass die in der Sache unverständliche Abordnung Haverbecks an die technischen Fachbereiche und die fragwürdige Form der Einstellung damit zusammenhängen könnten. |
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Geschrieben von: Thomas Maul
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Mittwoch, 12. November 2008 um 13:25 Uhr |
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Thomas Maul schreibt:"Postmodernes Denken erklärt nicht nur die Leitvorstellungen der Aufklärung bzw. der neuzeitlich-abendländischen Rationalität: Wahrheit, Vernunft, Identität, Fortschritt, Emanzipation usw. und die sich darauf beziehenden "großen Erzählungen" für unrettbar gescheitert und diskreditiert, sondern behauptet, wie Lyotard (1979: 122), daß sogar die "Sehnsucht nach der verlorenen Erzählung [...] für den Großteil der Menschen selbst verloren" sei - ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da die großen Erzählungen in ihrer primitivsten Form wiederkehren und sich nicht nur im Iran zu materialisieren beginnen. (...) Allerdings: bei allen inhaltlichen und strukturellen Konvergenzen zwischen Postmodernismus und Islamismus wird deren ideologische Kumpanei seitens der Islamisten als eine politisch-bewußte Aneignung des "moderne-kritischen" Jargons betrieben, während sie seitens der Postmodernisten in der Regel eher die indirekte, bewußtlose Wirkung des hilflos-relativistischen Diskurses denn Ergebnis offensiver Bejahung ist. |
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Geschrieben von: Dr. Harry Waibel
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Sonntag, 16. Dezember 2007 um 08:08 Uhr |
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Die neo-faschistischen, rassistischen und antisemitischen Ereignisse in der DDR bilden, obwohl es sich hier nur um die "Spitze des Eisbergs" handelt, die empirische Basis der Kritik des Anti-Faschismus der SED. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil sie Kritik am Neo-Faschismus hat vermissen lassen. Den orthodoxen Verteidigern der DDR konnte es so gelingen, die historischen Fakten zu verdrängen. Die strenge Geheimhaltung ist die wichtigste Ursache dafür, dass es zu dieser Thematik über einen langen Zeitraum kein politisches oder historisches Bewusstsein geben konnte. Diese Kritik als individuelle und kollektive Selbstkritik, muss elementarer Bestandteil einer wissenschaftlichen und publizistischen Beschäftigung mit der Geschichte der Arbeiterbewegung, werden, wenn die Idee der Emanzipation wach gehalten werden soll. |
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Geschrieben von: Egbert Scheunemann
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Dienstag, 11. Dezember 2007 um 19:56 Uhr |
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Gewiss habe Sie schon von "Erkenntnissen" wie diesen gehört, die sich als Neuropsychologie oder zutreffende philosophische Interpretationen der Ergebnisse der Neurowissenschaften ausgeben: "Das "Ich" und der "freie Wille", ob die Linearität eines Zeitstroms oder auch nur die bunte Farbenpracht in der Welt "da draußen", all dies gibt es nicht in einem objektiven Sinn, wie man naiv meinen könnte, sondern diese Ideen sind Konstrukte des Gehirns, die sich evolutionär bei der Meisterung des Lebens bewährt haben. Die Evolution setzt bekanntlich auf Nützlichkeit und nicht auf das bestmögliche Erkennen irgendeiner vorfindlichen Objektivität. Das "Ich" ist ein Selbstmodell des Gehirns, der "freie Wille" eine soziale Attribution, und die Farben sind vom Gehirn generierte Erlebnisqualitäten bloßer elektromagnetischer Strahlung in einer absolut farblosen Welt." |
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Geschrieben von: aus der Stadkommune (Berlin)
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Montag, 04. Dezember 2006 um 19:47 Uhr |
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Die antfaschistische Stadtkommune (Berlin) übersandte mir folgenden Text zur Veröffentlichung im Kritiknetz. In dem Text geht es um "Grundlagenkritik der politischen Gruppe" . Grundlegend für die Kritik ist der Begriff des Warensubjektes, aus dem die Form der politischen Gruppe entwickelt wird. Der Text soll dazu beitragen, zu verstehen, wie politische Gruppen funktionieren, welche materiellen Gegebenheiten die politische Gruppe zu dem machen, was sie ist, und welche Probleme in der Praxis sich daraus ergeben Die Erkenntnis, dass auch die politische Gruppe ein Produkt der Verhältnisse ist, führt nicht zu der Forderung nach ihrer Abschaffung, sondern soll daran erinnern, dass wir nicht widerspruchsfrei leben können, solange die Verhältnisse nicht grundlegend geändert sind. |
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Geschrieben von: Mario Möller
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Mittwoch, 04. Oktober 2006 um 17:07 Uhr |
Über den Zusammenhang von Ostidentität und nationalem Sozialismus
Im Osten hat sich über die Jahre und mit der Verschärfung der ökonomischen Rahmenbedingungen ein lokalpatriotisches Bewusstsein verfestigt, das klipp und klar als nationalsozialistisch zu kennzeichnen wäre: Gemeinschaft, antiwestliche bzw. antibürgerliche Ressentiments, Arbeitsethos und eine autoritäre Grundstimmung des Alltages (Abweichung als Bedrohung) eignen sich bestens, um den Anspruch, wirklich deutsch zu sein - nämlich zu "Arbeit und Tod 'geeignet und gewillt'" (Bruhn, 1994, S.107) - zu erheben und dieses Lebensgefühl auch aktiv auszuleben.
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Geschrieben von: Fabian Kettner
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Dienstag, 27. Juni 2006 um 15:10 Uhr |
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"Vieles aus der Vergangenheit ist einem peinlich - wenn man überhaupt sensibel ist. Was es in einem zurückläßt, darauf kommt es an, egal, wie dumm dir dein Leben rückblickend erscheint" . Die Vergangenheit, die deutschen Linken peinlich ist, ähnelt leider zumeist bis ins Detail hinein der Gegenwart, die von ihnen voller Stolz als Resultat eines Lernprozesses dargestellt wird. Kontinuität hat, was damals schon falsch war, was man in unterschiedlichen Aufführungen wiederholte. Das, wozu man sich später läuterte, ist das alte Elend in anderer Form. Die Kontinuität alter Gewissheiten und eines von links moralisierenden Alltagsverstandes spricht auch aus den Versuchen ehemaliger Beteiligter, sich und ihre Zeit zu historisieren, bei den Apologeten ebenso wie bei den Bekehrten.
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Samstag, 03. Juni 2006 um 14:16 Uhr |
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Mohammed und die Karikaturen - Die ganze Geschichte unterm Strich
Bei den Nazis hieß es: "Du bist Nichts, Dein Volk ist alles". Bei dem iranischen Führer Ahamadinedjad und den Imamen, die das Volk aufhetzen, heißt es: "Du bist nichts, die islamische Nation ist alles". Das böse Doppelspiel der politischen Klasse in Deutschland, das ihre deutschen Ideologen "kritischen Dialog" nennen, geht weiter - "bis alles in Scherben fällt".
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Geschrieben von: ISF
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Sonntag, 23. April 2006 um 13:24 Uhr |
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An die Stelle Gottes traten infolge des Versagens der Aufklärung nicht die Individuen, die frei die von ihnen gewollte gemeinsame Grundlage einer herrschaftslosen Gesellschaft in Geltung setzen, sondern trat das Kapital in der quasi-religiösen Aura seiner politischen Souveränität, die sich, bestenfalls, damit begnügt, daß ihm seine Subjekte im Kaufrausch und an der Wahlurne seine Herrschaft bestätigen - und ansonsten, was Religion und Kultur betrifft, ihrer Wege gehen.
"Die Aufhebung der Religion", d.h. "die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf." Je weniger Individuen sich bereit erklären, die herrschende Notwendigkeit zur Lüge zumindest nicht auch noch in sich selbst als Selbstlüge zu reproduzieren - was sie tun, wenn sie der Überlebens-Notwendigkeit, sich auf diese Realität auch einlassen zu müssen, distanzlos, d.h. ohne ein tragisches Bewußtsein zu entwickeln, folgen ..... |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Sonntag, 26. März 2006 um 13:17 Uhr |
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Es hat lange gedauert, aber nun endlich hat sich auch Helmut Schmidt, das Plapperorgan der deutschen Ideologie, zusammen mit den ehemaligen sozialistischen Regierungschefs Fraser, Miyazawa, Carlson, Majali, in seiner Hauszeitung zum "Karikaturenstreit" und seinen Folgen geäußert und, wie zu erwarten stand, der dänischen Zeitung und der dänischen Regierung, nicht aber den fanatischen muslimischen Demagogen, die den Mob mit Lug und Trug aufhetzten, "Verantwortungslosigkeit" bescheinigt. Kaum ein Artikel der letzten Zeit gibt den Geist der geistlosen Zustände in Deutschland, das Elend der geistigen Verhältnisse, so trefflich wieder wie dieser Artikel. Deshalb halte ich eine Stellungnahme zu diesem Artikel für geboten. Ich gehe dabei so vor, dass ich in einem ersten Teil die wichtigsten Feststellungen oder "Argumente" Schmidts, die kaum so zu nennen sind, weil der Artikel nirgendwo kritisch prüft und argumentiert, sondern unablässig Setzungen vornimmt, im Einzelnen diskutiere. |
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Geschrieben von: Hartmut Krauss
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Sonntag, 26. März 2006 um 13:13 Uhr |
Grundmerkmale einer ideologischen Kumpanei
Die kapitalistische 'Moderne' wurde und wird nicht nur von den Vertretern progressiv-emanzipatorischer Bewegungen kritisiert, sondern ebenso von 'rechts' angegriffen, d. h. seitens traditionell-konservativer Kräfte, die ihre 'angestammten' Privilegien innerhalb prämoderner Herrschaftsverhältnisse bedroht sehen. Nicht die Kritik der kapitalistischen Ökonomie und der daraus hervorgehenden Entfremdungs- und sozialen Verwerfungsverhältnisse wird hier fokussiert, sondern die moderne Säkularisierung und Entraditionalisierung der Lebensformen.
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Mob der Frommen
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Geschrieben von: Wolfgang Sofsky
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Mittwoch, 08. März 2006 um 11:16 Uhr |
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Hunderttausende lassen sich nur mobilisieren, wenn sie zum Angriff bereit sind Der religiöse Eiferer vermag Wort und Bild nur wörtlich zu nehmen. Doppelbedeutungen wie Scherz, Satire oder Ironie bringen sein Götzenbild ins Wanken. Unter Halbgläubigen gibt es wenig zu lachen. Gotteskrieger wiederum brechen alle Brücken hinter sich ab und verschreiben sich ihrer fixen Idee bis in den Tod. Brutale Tötungsmacht beweist ihren Anhängern, im Recht zu sein. Eilfertig taufen sie die Mörder zu Märtyrern um. Bigotterie und Gewalt haben ihren Anfang nicht in religiöser Inbrunst, sondern in der Brüchigkeit eines Glaubens, der sich selbst nicht mehr recht glauben will. Wer sich seiner heiligen Sache wirklich sicher ist, der benötigt kein Rachegebrüll, keinen Scheiterhaufen, kein Schlachtopfer, geschweige denn einen Sprengstoffgürtel. |
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Geschrieben von: Mario Möller
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Montag, 20. Februar 2006 um 09:54 Uhr |
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Gemeinsamkeiten zwischen deutscher Ideologie und politischem Islam Folgende Abhandlung wird sich mit dem Phänomen einer nachholenden Entwicklung historisch gesehen vorbürgerlicher Gesellschaften befassen. Es geht darum zu zeigen, dass unter bestimmten politökonomischen Konstellationen dieser angenommene Nachteil zu einem Vorteil werden kann, nämlich dann, wenn die Krise den normalen Geschäftsbetrieb stört oder man im normalen Geschäftsbetrieb erst gar nicht zum Zuge kommt. Dieses Krisenbewältigungsszenario kam erstmals in Deutschland auf seinen Begriff und allein das rechtfertigt die These, dass der Nationalsozialismus als Krisenbewältigungsstrategie, welche die Krise doch aber immer wieder braucht, als ein spezifisch deutsches Projekt zu gelten hat. Das dieses Projekt nicht allein auf den geographischen Raum Deutschland beschränkt bleiben muss, zeigen die unter völkischer Flagge vorgenommenen Parzellierungen in Europa oder die völkisch motivierten Befreiungsbewegungen sonstwo. |
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