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Geschrieben von: Wolfdietrich Schmied-Kowarzik
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Donnerstag, 05. Mai 2005 um 08:44 Uhr |
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Nicht nur der künftige Fortschritt in der Verwirklichung von Freiheit und Sittlichkeit hängt von der bewußten, solidarischen Praxis der in der Gegenwart Handelnden ab, sondern auch aller vorhergehender Fortschritt ist keineswegs hinterrücks aus der "List" einer anonymen Vernunft erwachsen, sondern ist das Ergebnis geschichtlicher Emanzipationsbewegungen; nicht linear zwar - dazu waren die Gegenkräfte zu allen Zeiten viel zu stark - aber untergründig wirkten beispielsweise die Ideale der Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit aus dem Kommunismus des Urchristentums über die frühprotestantische Bewegung bis in die bürgerliche Revolution und die sozialistische Bewegung hinein, aber sie lassen sich auch darin nicht einfrieren, sondern wirken darüber hinaus heute in mannigfaltigen sozialen Brennpunkten der Gegenwart fort. |
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Geschrieben von: Samuel Wasser, Johann L. Juttins
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Montag, 07. Juni 2010 um 20:03 Uhr |
Im Mai 2007 veröffentlichte ich im Kritiknetz den Essay
„Heiliger Krieg in Bielefeld - Kritik einer Protestaktion und ihrer Theologie“.
Er brachte mir seinerzeit viel Ungemach ein, nicht etwa weil er falsch war,
sondern weil er jene antisemitischen Stereotypen, die während des Synagogenstreits
in Bielefeld von den christlichen Verteidigern des Mauerwerks der ehedem
evangelischen Kirche, die unter dem Kreuzritterspruch „Man soll Gott mehr gehorchen
als den Menschen" angetreten waren und
immerzu die Frage nach dem Geld der Juden stellten, zutreffend benannte und
kritisierte. Manch einer verstand das als Parteinahme für den Vorstand der
jüdischen Gemeinde, der seinerzeit von eben dieser Presse wegen des Synagogenstreits nicht gelitten war.
Der Artikel war aber keine solche Parteinahme, sondern war und ist ausschließlich
eine Kritik der politischen Theologie und Aktion der damaligen Besetzer des
ehemaligen Kirchegebäudes. Seinerzeit hatte ich sehr engen Kontakt mit Samuel Wasser,
einem Juristen und Mitglied der jüdischen Gemeinde in Bielefeld. Samuel Wasser
beriet mich in Rechtsfragen. Das war seinerzeit nötig, weil der Artikel
Strafanzeigen, ein eingeleitetes Disziplinarverfahren gegen mich und
zivilrechtliche Auseinandersetzungen zu Folge hatte. Samuel Wasser teilte meine
Einschätzung der Lage, war mit der Meinung, dass derartige Praktiken des
antisemitisch imprägnierten, konformistischen Protestes in herrischer
Durchsetzungsabsicht nicht hinnehmbar seien und begrüßte deshalb im Gegensatz zur Bielefelder
Meinungsmacheindustrie die Veröffentlichung meines Artikels. Wasser selbst
schrieb dazu den ergänzenden Artikel: „Das Schweigen muss ein Ende haben“.
(Link: http://bit.ly/cic15Z) Wasser hat sich an diese Maxime gehalten und in der Folge
mehrere kritische Artikel über die fragwürdigen Herrschaftspraktiken des
Vorstandes in der jüdischen Gemeinde in Bielefeld in der „Jüdischen Zeitung“
veröffentlicht, von denen ich leider erst nachträglich erfahren habe. Ich veröffentliche einen
dieser Artikel mit Zustimmung des Autors und füge einen Artikel von Johann L.
Juttins in derselben Sache hinzu, weil ich vermute, dass auch Nicht-Juden zumindest
aus Bielefeld und Umgebung, die seinerzeit den Essay über den „Heiligen Krieg
in Bielefeld“ gelesen und die nachfolgenden Auseinandersetzungen verfolgt
haben, daran Interesse haben dürften. |
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