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Geschrieben von: Hadrian Hamburger
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Donnerstag, 21. Januar 2010 um 16:32 Uhr |
Eine gutachterlicher Stellungnahme dazu, was der Vertreter einer islamischen Religionsgemeinschaft öffentlich als "Volksverhetzung"bezeichnet hat.
"Dummheit und blinder Hass gegenüber dem Islam müssen bestraft werden!" ... hat ein Funktionär der Islamische Religionsgemeinschaft K.d.ö.R. öffentlich verlangt: "Prof. Dr. Heinz Gess von der FH Bielefeld beging ... Volkverhetzung" und müsste belangt werden, weil er Sigmund Freuds' kritische Annahme von der Religion als "kollektiver Zwangsneurose" zitiert hat. Unter dem Titel "Ein unfreundlicher Akt unter Verkennung unserer Kulturwerte" führt der Autor, fachgeschulter Religionssoziologe und Bürgerrechtler, im Rahmen seiner Expertise aus, dass die öffentliche Forderung eines Funktionärs der Islamische Religionsgemeinschaft K.d.ö.R. als undurchsichtig und unverständlich erscheinen muss, solange die Werte der Europäischen Zivilisation in Deutschland Geltung beanspruchen können. Mit Sigmund Freud zu argumentieren, dass Religion(en) im Allgemeinen und im Besonderen Aspekte einer "kollektiven Zwangsneurose" aufweisen, kann nicht als "Volksverhetzung" oder aufwieglerische Propaganda angesehen werden. Das Verlangen nach wie auch immer gearteten repressiven Maßnahmen gegen Prof. Gess, würde – konsequent zu Ende gedacht – eine grobe Verletzung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung als Bürger der Bundesrepublik Deutschland und insbesondere als Wissenschaftler bedeuten.
An expert opinion on what an Islamic official functionary in Germany publicly named "Volksverhetzung" "Stupidity and unreasoning hatred against the Islam must be punished!" ... that is what the speaker of the Islamic Religious Community in Germany (a Public Corporation) publicly demanded: "Prof. Dr. Heinz Gess, University of Applied Sciences, Bielefeld, Germany, committed a criminal agitation of the people“ when he quoted Sigmund Freuds phrase on religion as ´collective obsessive-compulsive disorder´. Under the title "Basically an unfriendly act ignoring Central European culture and civilisation" the author, a scholar and a civil rights figure, in his expert opinion argues that whenever Civic Culture is accepted in Germany the public demand of an official functionary representing the Islamic Religious Community in Germany as a Public Corporation is both a cloudy issue and a matter of some obscurity - argueing that religion is a form of "collective obsessive-compulsive disorder" (like Sigmund Freud did) can not at all be regarded as an element of an offense named incitement of the people or sedition or rabble-rousing propaganda ("Volksverhetzung" as defined in the German Criminal Law). Demanding any repressive measure against Dr Gess means, consequently, trying to rape his basic right - the freedom of opinion - as a scholar in particular and as a citizen of the Federal Republic of Germany (FRG) in general. |
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Geschrieben von: Michael Wolf
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Freitag, 18. Dezember 2009 um 11:12 Uhr |
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»Bisher ist nicht eines der Ziele erreicht worden.« • So ist die Mobilität der Studierenden nicht wie erwartet gestiegen, sondern gesunken. • Auch ist die Studienabbrecherquote nicht geringer, sondern größer geworden. • Und die Studiengänge wurden nicht flexibler, sondern starrer.
• Zudem findet bei den BA-Studiengängen ein downgrading statt, so daß Abstriche an der Qualität des Studiums an der Tagesordnung sind. • Oder aber es werden die Inhalte des umfangreicheren Diplomstudienganges in den BA-Studiengang gepreßt, mit der Folge, daß Sie, liebe Studierende, an die Grenzen des Leistbaren stoßen und ein Leben wie im Laufrad eines Hamsterkäfigs zu führen gezwungen sind. Daß der dadurch erzeugte Druck nicht ohne Auswirkungen bleiben kann, ist den psycho-sozialen Beratungsstellen an den Hochschulen bestens bekannt, so auch der der Fachhochschule Koblenz. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Donnerstag, 17. Dezember 2009 um 20:54 Uhr |
Eine Antwort auf eine Kritik der Revolte in einem offenen Brief - mit einigen Vorschlägen, was zu tun und was besser zu lassen ist
Man verkennt meines Erachtens das politische Geschäft hierzulande, wenn man mutmaßt, zwischen der simulierten Zustimmung der Politiker, Wirtschaftsbosse und Hochschulleitungen, die vor Ort zum Teil mit sehr rigiden, autoritären Methoden gegen den Protest der streikenden Studentenschaft vorgehen, während ihre politischen Vertreter in Kameras lächeln und Verständnis für den Protest bekunden, gäbe es einen Zusammenhang dergestalt, dass die Konzentration des studentischen Protests auf das “egoistische Privatinteresse“ überhaupt erst die Zustimmung all dieser Damen und Herren zum studentischen Protest gegen das, was diese Damen und Herren doch selbst angerichtet haben, möglich gemacht habe. Die Herstellung eines solchen Zusammenhanges halte ich für eine bloße Konstruktion, eine Erfindung, und eine falsche dazu. |
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Geschrieben von: Gerhard Stapelfeldt
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Sonntag, 29. November 2009 um 10:57 Uhr |
zwei Reden (mit Vorwort) :
- gehalten am 24.11.2009 in Leipzig auf Einladung des StudentInnenrates der Universität Leipzig auf der Demonstration von Studierenden aus dem gesamten Bundesgebiet aus Anlaß der Tagung der Hochschul-Rektorenkonferenz in Leipzig und des Abschlusses des ‚Bologna-Prozesses’; - gehalten am 27.11.2009 auf Einladung des Fachschaftsrates Psychologie der Universität Hamburg zu öffentlichen Vorlesungen in der Hamburger Innenstadt aus Anlaß der Solidaritäts-Aktionen mit den Studierenden-Protesten in Österreich sowie der massiven Kritik gegen die Wahl von Dieter Lenzen – der sich an der FU Berlin den Ruf eines autoritär-‚wirtschaftsfreundlichen’ Hochschulmanagers erworben hat – zum neuen Präsidenten der Universität Hamburg.
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Geschrieben von: Jens Wernicke
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Freitag, 06. November 2009 um 15:39 Uhr |
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Zur neoliberalen Entstaatlichung in
progressivem Gewand und mit linkem Zungenschlag als Forderung des
Spitzenverbandes der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland
Jens Wernicke weist in diesem Aufsatz nach, dass die Forderung des DPWV und anderer freier Träger nach Entstaatlichung des Schulsystems zugunsten von Privatschulen in „freier Trägerschaft“, so genannten Bürgerschulen, nur die linksdrapierte neoliberale Forderung nach Privatisierung und kapitalen Vermarktung von Bildung und Ausbildung ist. Die Forderung wird garniert mit Begriffen, die den Anschein erwecken sollen, als bezöge die Forderung nach der „Bürgerschule“ in „freier Trägerschaft“ sich auf die kritische Theorie der sechziger Jahre und die damaligen radikal demokratischen, auf Emanzipation von gesellschaftlicher Herrschaft abzielenden Reformideen, etwa auf Adornos Forderung „Erziehung zur Mündigkeit“. Aber das ist bloße Reklame, Produktion von falschem Bewusstsein, um die abgeschmackte und verdorbene Ware schmackhaft und unverdorben erscheinen zu lassen. Die Forderung nach der Bürgerschule von der BERTELSMANN-DPWV-GMBH ist nur ein neues Beispiel für die „Dialektik der Aufklärung“, wie sie sich zur Zeit im Bildungssystem vollzieht – das Resultat einer Entwicklung, in der emanzipatorische Forderungen von großen privaten Trägern mit Marktmacht (z.B. DPWV) ideologisch unterstützt und finanziell gefördert von Stiftungen des Kapitals (wie der Bertelsmann-, Volkswagen/Porsche-Stiftung), übernommen und für die Ausweitung ihrer eigenen Markmacht nutzbar gemacht werden. |
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Geschrieben von: Jens Wernicke
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Freitag, 06. November 2009 um 15:34 Uhr |
Zur neoliberalen Entstaatlichung in progressivem Gewand und mit linkem Zungenschlag als Forderung des Spitzenverbandes der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland
Jens Wernicke weist in diesem Aufsatz nach, dass
die Forderung des DPWV und anderer freier Träger nach Entstaatlichung des
Schulsystems zugunsten von Privatschulen in „freier Trägerschaft“, so genannten
Bürgerschulen, nur die linksdrapierte neoliberale Forderung nach Privatisierung und kapitalen Vermarktung von Bildung und
Ausbildung ist. Die Forderung wird garniert mit Begriffen, die den Anschein
erwecken sollen, als bezöge die Forderung nach der „Bürgerschule“
in „freier Trägerschaft“ sich auf die kritische
Theorie der sechziger Jahre und die damaligen radikal demokratischen, auf
Emanzipation von gesellschaftlicher Herrschaft abzielenden Reformideen, etwa
auf Adornos Forderung „Erziehung zur Mündigkeit“. Aber das ist bloße Reklame,
Produktion von falschem Bewusstsein, um die abgeschmackte und verdorbene Ware schmackhaft
und unverdorben erscheinen zu lassen. Die Forderung nach der Bürgerschule von
der BERTELSMANN-DPWV-GMBH ist nur ein neues Beispiel für die „Dialektik der
Aufklärung“, wie sie sich zur Zeit im Bildungssystem vollzieht – das Resultat
einer Entwicklung, in der emanzipatorische Forderungen von großen privaten
Trägern mit Marktmacht (z.B. DPWV) ideologisch unterstützt und finanziell
gefördert von Stiftungen des Kapitals (wie der Bertelsmann-, Volkswagen/Porsche-Stiftung),
übernommen und für die Ausweitung ihrer eigenen Markmacht nutzbar gemacht
werden. |
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Geschrieben von: Alternativen Liste (AL) an der Uni Köln
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Dienstag, 16. Juni 2009 um 12:11 Uhr |
Bundesweit hat heute der Bildungsstreik seinen Anfang genommen. In über 60 Städten Deutschlands versammelten sich Studierende um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. An der momentanen Bildungssituation kritisieren sie: - volle Hörsäle trotz Studiengebühren - zunehmende Ökonomisierung der Hochschule - Bachelor und Masterstudiengänge in der jetzigen Form - Entdemokratisierung der internen Hochschulpolitik!! |
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Geschrieben von: Georg Seeßlen
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Freitag, 24. April 2009 um 19:00 Uhr |
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Georg Seeßlen liest den Amoklauf - School Shooting - als Metapher und als Symptom der traumatischen Gesellschaft. Er ist die schreckliche Spur der gesellschaftlichen Gleichgültigkeit, Kälte und Verlassenheit der Menschen. Daran versagen Glaube und Aufklärung. Der Kritische Theoretiker nennt das Versagen "Dialektik der Aufklärung". Der Gläubige hört den Papst in Auschwitz klagen: "Gott, warum hast du geschwiegen?" und fühlt sich an den Unschuldigen erinnert, der am Kreuze aufstöhnte: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen". In den Amokläufen kommt für einen Moment die ganze Verzweiflung des Menschen zum Ausdruck, der weder sich noch das System versteht, in dem er lebt. |
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Geschrieben von: Tino Bargel
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Samstag, 14. März 2009 um 19:46 Uhr |
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Sevice des Kritiknetzes:
Die Untersuchung der AG Hochschulforschung der Konstanzer Sozialwissenschaftler hat erschreckende Ergebnisse gebracht, was die politischen Einstellungen deutscher Studierender angeht. Danach sind deutsche Studierende mehrheitlich politisch "teilnahmslos" und "labil". Die vom Staat und Kapital gegen den Willen der allermeisten Hochschullehrer, aber auch ohne deren Gegenwehr durchgesetzten Hochschulreformen und "Sachzwänge" an den Hochschulen zeigen also die von mir im Kritiknetz schon seit langem prognostizierten Wirkungen. Sie sind sogar noch erschreckender, als ich es erwartet habe. Zur Erinnerung: Studierende werden durch das Hochschulreformgesetz, das sich in NRW zynischerweise Hochschulfreiheitsgesetz nennt, indes doch nur die Freiheit des Kapitals gemeint ist, Lehre und Forschung der Erfordernissen der Kapitalakkumulation restlos unterzuordnen, in der Lehre ausschließlich auf ihr Dasein als kleine Bourgeois vorbereitet und darauf reduziert. |
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Geschrieben von: Markus Brunner
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Sonntag, 08. März 2009 um 19:11 Uhr |
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Vortragstext. Der Vortrag wurde gehalten im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung ""Ich warf eine einsame Flaschenpost in das unermessliche Dunkel.' Theodor Lessing, 1972-1933" im Lichthof der Leibniz-Universität Hannover, 2. - 23. Dez 2008.
Walter Benjamin schrieb einst; "Die Vergangenheit führt einen heimlichen Index mit, durch den sie auf die Erlösung verwiesen wird." Marcuse kommentiert diesen Gedanken diesen mit folgenden Worten: "Die Erinnerung an die Vergangenheit kann gefährliche Einsichten aufkommen lassen, und die etablierte Gesellschaft scheint die subversiven Inhalte des Gedächtnisses zu fürchten. Das Erinnern ist eine Weise, sich von den gegebenen Tatsachen abzulösen, eine Weise der Vermittlung, die für kurze Augenblicke die allgegenwärtige Macht der gegebenen Tatsachen durchbricht. Das Gedächtnis ruft vergangenen Schrecken wie vergangene Hoffnung zurück."
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 26. September 2008 um 16:45 Uhr |
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Gliederung:
Richtiges und Achtenswertes in der Rede des typischen deutschen Israelfreundes.
Antisemitischer Affekt unter Bedingungen der Tabuisierung des Antisemitismus. Deutsche Vergangenheitsbewältigung.
Die Welt des deutschen Philisters von rechts und "neoliberal"
Die Welt des deutschen Philisters von links
Postfaschistische Volksgemeinschaft auf demokratisch
Israels Kampf ist der Kampf "freier geistiger und politischer Wesen" (Marx).
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Geschrieben von: Heinz Gess,
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Donnerstag, 25. September 2008 um 19:55 Uhr |
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Gliederung:
Protest
Evaluation als Kontroll- und Disziplinarinstrument
Selektionskriterien der autoritären Evaluation
Evaluation als Kontroll- und Disziplinarinstrument
Widerspruch gegen die Reduktion auf bloß instrumentelles Wissen
Gegenwehr ist möglich
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Mittwoch, 24. September 2008 um 16:19 Uhr |
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Gliederung
I. Das Hochschulfreiheitsgesetz
1. Liquidierung der Hochschulmitglieder als politische Subjekte 2. Hochschule als kapitalförmiger Betrieb 3. Antidemokratische Gängelung 4. zwei zentrale Funktionen: (a) die Produktion von Wissenswaren durch Forschung, (b)die Produktion von verwertbarem Humankapital durch die Lehre 5. substanzlose Demokratie ohne Demokraten 6. Folgen für die Geistes- und Sozialwissenschaften
II. New Age: Die Transformation der Hochschule im gesellschaftlichen Zusammenhang |
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Geschrieben von: Silvia Bose (WDR), Projekt
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Montag, 01. September 2008 um 15:18 Uhr |
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Ein Video des Projekts "politische Bildung" an der FH-Biefefeld zum Maulkorberlass und Disziplinarverfahren des Hoschschulvatikans gegen Prof. Dr. Heinz Gess - in Verbindung mit dem Hörfunkbeitrag von Silvia Bose in WDR 5 "Der Professor schweigt".
Zur Hochschule neuen Typs: Nichts fürchtet die Wissenschaft mehr als den Liebesentzug durch die Wirtschaft. Um attraktiver zu bleiben als die Konkurrenz, arbeitet die Hochschule der Zukunft schon heute hart an ihrem Image. Kritiker sind ihr verhasst, vor allem solche aus dem eigenen Haus. Manchmal werden Akademiker mit abweichender Meinung sogar eingeschüchtert. Wer das nicht glaubt, blicke staunend nach Bielefeld, denn die dortige Fachhochschule hat ein Disziplinarverfahren gegen einen ihrer Professoren eingeleitet, weil er die FH öffentlich kritisierte. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Montag, 11. August 2008 um 12:48 Uhr |
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Wieder einmal haben der FH -Verwaltung Bielefeld und deren ausführendem Organ, dem Rektorat, ein Artikel, den ich im Kritiknetz veröffentlicht habe, und mein Vorspann dazu nicht gefallen. Wieder einmal meinten sie, die Fachhochschule vor der Kritik "schützen" zu müssen, als handle es sich bei der FH um einen Kindergarten, nicht aber um eine wissenschaftliche Community selbstverantwortlicher Wissenschaftler, die in Freiheit forschen und lehren und deren Lebenselixier der öffentliche Disput - das Argument und Gegenargument - ist. Soviel sollte doch auch im Rektorat der hiesigen Fachhochschule aus der wissenschaftstheoretischen Diskussion der Nachkriegszeit, die ihre produktivste Phase in den sechziger und frühen siebziger Jahren hatte, gelernt haben, nämlich dass Wissenschaft nicht mit dem Führerprinzip oder dem Kommunikationsmedium Macht (Luhmann) vereinbar ist, sondern ein intersubjektives, sich in Kritik und Gegenkritik vollziehendes Erkenntnisunternehmen ist, das an der Leitidee der Wahrheit orientiert ist und dass eine wissenschaftliche Community dementsprechend nur so gut sein kann, wie sie den an der Leitidee der Wahrheit durch Kritik und Gegenkritik ausgerichteten Diskurs pflegt und dadurch den Erkenntnisfortschritt fördert, nicht aber jene verteufelt, die herrschende Meinungen, eingefahrene Gedankenformen, lieb gewordene Gewohnheiten mit trefflichen Argumenten in Frage stellen und Selbstdarstellungen, die bekanntlich eher der Eindrucksmanipulation als der Wahrheit dienen, auch dann nicht fraglos respektieren, wenn es die Selbstdarstellung der "eigenen" Hochschule ist. |
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Geschrieben von: (1) Heinz Gess (2) anonyme Guppe Studierender am FB Sozialwesen der FH Bielefeld
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Mittwoch, 18. Juni 2008 um 18:47 Uhr |
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Sehr geehrte Leser(innen) des Kritiknetzes,
am Montag, dem 06. 06. 08 wurde in den Räumen des Fachbereichs der FH Bielefeld und der angrenzenden Mensa der FH ein Protestschreiben verteilt, das eine Gruppe Studierender an der FH Bielefeld, die aus guten Gründen anonym bleiben möchte, verfasst hat. In diesem Schreiben heißt es: "Uns ist durch den Artikel "Grün-braune Liebe zur Natur. Die NSDAP als "grüne Partei' und die Lücken der Naturschutzforschung" von Peter Bierl und Clemens Heni (in Hg.www. Kritiknetz.de: http://www.kritiknetz.de/?position=artikel&aid=409) bekannt geworden, dass der rechtsextreme Werner Georg Haverbeck in den 70iger Jahren als Professor für Sozialwissenschaften an der FH Bielefeld lehrte und dort in allen Ehren pensioniert wurde. Herr Haverbeck war ein hochrangiger Nazi. |
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Samstag, 14. Juni 2008 um 10:31 Uhr |
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Am Dienstag, dem 10. 06 2008, werden in Düsseldorf Studierende aus allen Hochschulen des Bundeslandes NRW gegen die neoliberale Studienreform protestieren. Sie protestieren zu allererst, aber nicht allein gegen die Studiengebühren, sondern gegen eine Reform, die sie als politische Subjekte liquidieren will. Denn die Studiengebühren sind Bestandteil der in all ihren Komponenten autoritären, die Studierenden und Hochschullehrer gängelnden und von oben herab disziplinierenden Studienreform. Sie können überhaupt nur als Komponente dieser Hochschulreform richtig verstanden werden. Diese ist wiederum Teil des neoliberalen, autoritären Regimes, das Freiheit verspricht, aber damit nur die Anarchie des Marktes meint, die die Disziplin der Fabrik als der Verwertungsstätte des Kapitals erzwingt. Diese Form der Disziplinierung wird durch die Unterstellung der Hochschulen unter die so genannten "Naturgesetze des freien Marktes" nun auch den Hochschulen aufgezwungen. |
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Geschrieben von: Gruppe ungegängelte Wissenschaft zusammen mit Gruppe ungegängelte Wissenschaft zusammen mit Heinz Gess
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Donnerstag, 22. Mai 2008 um 10:38 Uhr |
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Gliederung des Essays Protest Evaluation als Kontroll- und Disziplinarinstrument Selektionskriterien der autoritären Evaluation Widerspruch gegen die Reduktion auf bloß instrumentelles Wissen Gegenwehr ist möglich
Die Freiheit der Wissenschaft und die Möglichkeit zur ungegängelten Erfahrung ist die unerlässliche Voraussetzung jeder Kritik. Diese Voraussetzung wird durch das neue Hochschulgesetz NRW stark beschädigt. |
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Geschrieben von: Peter Moritz
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Montag, 19. Mai 2008 um 16:40 Uhr |
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Über die neueste Zauberformel des positivistischen Konstruktivismus und wie sie sich in der allerneuesten Studienreform auswirkt In den "Wirtschaftswissenschaften", die der autoritären Ideologie des Marktes restlos verfallen sind und die Freiheit nur noch als Freiheit des Kapitals kennen, heißt es schon lange in Ausschreibungstexten: "Professur für Schlüsselqualifikation / Human Ressource Management mit dem Schwerpunkt Management Skills and Competencies" - und so weiter und so fort. Nun aber haben auch die Pädagogik und ihre Teildisziplinen wie die Sozialpädagogik, die Medienpädagogik und Mediensoziologie in beflissenem Konformismus sich diesen Jargon zueigen gemacht. Es ist die Rede von "Diversity Management", von "Coaching und Informationsmanagement", "Ressourcen orientierter Therapie", "Ressourcen- und Self-Management", "systemischer Therapie und systemischem Management", "medial-sozialer Professionalisierung", "medial-virtuellen Lehr- und Lernumgebungen", "medial-ökonomischer Transformation", "systemischer Transformation der corporate identity .Derartige Neuerungen stutzen das Individuum und die Wissenschaft "zum bloßen Anhängsel ökonomischer Leitkategorien zurück" (Peter Moritz). Mit dieser Entwickung setzt sich Peter Moritz kritisch auseinander. Heinz Gess
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Geschrieben von: Gerhard Stapelfeldt
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Donnerstag, 28. Februar 2008 um 15:59 Uhr |
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"Bildung ist keine Ware!" Unter diesem Slogan protestierten seit 2002 Studierende gegen den kapitalkonformen Umbau der Hamburger Universität, der zu einer organisatorischen Umstrukturierung nach dem Vorbild von Aktiengesellschaften geführt hat und der inhaltlich mit einer dramatischen Reduzierung der Geisteswissenschaften bis zum Jahre 2012 einhergeht.
Dazu stellt Gerhard Stapelfeldt fest: 1. Der Protest unter diesem Slogan ist politisch-ökonomisch naiv. 2. Der Protest ist harmlos und hilflos. "Er suggeriert. Wenn es gelingt, die Hamburger Politik zu verhindern, wird die Verwandlung von Wissen in eine Ware verhindert. Es scheint, als ob es gelte, eine bis vor kurzem heile Bildungswelt nur zu bewahren." Aber "das Wissen ist längst eine Ware, die Bildung ist längst untergegangen - das haben Kulturkritiker wie Friedrich Nietzsche bereits am Ende des 19. Jahrhunderts beklagt." |
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