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Neue Rechte, Völkisches Denken, Rassismus


Die Apotheose der kollektiven Differenz und die Liquidierung des Individuums PDF Drucken E-Mail
697 mal gelesen.
Geschrieben von: Heinz Gess   
Mittwoch, 03. März 2010 um 17:55 Uhr
Die Wochenzeitung "Die Zeit“ widmet in ihrer Ausgabe Nr.9 (25. 02. 2010) der Gegenkritik an der emanzipatorischen Kritik des gegenwärtig vorherrschenden Islam als antidemokratischer Herrschaftsform eine ganze Doppelseite. Die entsprechenden Hauptartikel stehen unter der Überschrift "Minirock statt Burka" und "Liberaler Rassismus". Den letzteren Artikel, geschrieben von Caroline Emcke, nehme ich im folgenden Essay zum Anlass, die Implikationen der  oberflächlichen Kritik der "Zeit" an der emanzipatorischen Herrschaftskritik einer vernichtenden, negativen Kritik zu unterziehen, die keinen Stein auf dem anderen lässt.
Ich komme zu dem Ergebnis, dass nicht der politische Liberalismus ein "liberaler Rassismus" ist, wie die Kritik C. Emckes suggeriert, sondern dass sich umgekehrt "liberaler Rassismus" und die Ideologie der Neuen Rechten (Alain de Benoist) in den Voraussetzungen ihrer eigenen Kritik an der Bewegung der Emanzipation und ihres dazugehörigen Lobpreises der kollektiven Identitäten (bzw. des "Glaubens", der sie zusammenhält) versteckt.

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Ticketmentalität PDF Drucken E-Mail
587 mal gelesen.
Geschrieben von: Heinz Gess   
Dienstag, 29. Dezember 2009 um 21:23 Uhr
Reflexionen über Kommentare aus dem deutschen Mainstream zur Kritik am Berliner
Gebetsraumurteil (Teil 2)

Gliederung;
Ticket: "Islamophobie" 
Ticket: „Lechts und rings“

Im Ticketdenken ist dieselbe Verkehrung, dieselbe Übertragung des Affektes vom Gebrauchswert auf den Tauschwert wirksam wie im Warenfetischismus. Es ist insofern ein später Abkömmling des Warenfetischismus und damit Bestandteil jenes Kitts, der die Warengesellschaft zusammenhält. Im stereotypen Kommentar wie dem von H entspricht das Ticket dem Tauschwert und der fehlende Gedanke dem Gebrauchswert. Der Affekt bezieht sich auf  Ticket, das trügerisch den  Gedanken, das Selbst-Denken und Urteilen ersetzt. Es stiftet den Schein von Unmittelbarkeit, der durch die Beziehungslosigkeit der reproduzierten Stereotypen auf das Objekt zugleich dementiert wird. Das Verdammungsurteil „Rassismus“ oder „Islamophobie, die „über Leichen geht“ wird über das Objekt - das Kritiknetz und seine Autoren - gesprochen, ohne dass der Sprecher bzw. Schreiber von dem Objekt, über das er urteilt, erkennbar auch nur das Mindeste verstanden und sich mit seiner Intention überhaupt je auseinandergesetzt hätte.
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Vergleichende Völkermordforschung als Beitrag zur Genozidprävention PDF Drucken E-Mail
385 mal gelesen.
Geschrieben von: Richard Albrecht   
Montag, 09. November 2009 um 09:51 Uhr
Irving L. Horowitz´ politische Soziologie der Völkermordgesellschaft

This smart socio-scientific project of an experienced political scientist, and social psychologist, will first of all scholarly re-read and critically discuss most relevant pieces the distinguished scholar Irving L. Horowitz (*1929) published in the 1980´ies when comparing ´common features´ of Armenocide and Holocaust arguing that Armenocide in fact was the essential prototyp of genocide as ´modern´ murder of a nation and, as Raphael Lemkin coined out 1944, genocide in the 20th century. Moreover, two further aspects must be discussed:  (i) Horowitz does not only accept any ´unique uniqueness´ arguments which only regard the Holocaust as genocide; (ii) Horowitz not only works out another central societal aspect of genocidal policy – a priori definition, discrimination, and exclusion a of social group as “objective enemy” (Hannah Arendt)  – but also the relationship of a society towards her basic culture of life as the very contrary of destructive, racial, and genocidal ´taking-lives´-policy run in any genocidal society. Finally, the author will conceptualise aspects of saving-lives-policy highly important for any early-warning system taking the point of no return on the societal road to genocide and genocidal action(s) seriously.
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Der Jargon der Eigentlichkeit als esoterisch-faschistoider Jargon PDF Drucken E-Mail
700 mal gelesen.
Geschrieben von: Herbert Rätz   
Freitag, 03. Juli 2009 um 11:25 Uhr
"Wer den Sprachstil UND bzw. den Jargon der Eigentlichkeit bevorzugt, der braucht keine Zensur: Die Schere ist bereits im Kopf. Aufgrund dieses diffusen Sprachstils, der in allen esoterischen Publikationen festzustellen ist, kann auch keine exakte Definition der Esoterik geleistet werden: Die Esoterik hat, wie alle fundamentalistischen Glaubenssysteme, einen allumfassenden (totalitären) Anspruch; daher die Unschärfe der Begrifflichkeit und daher die Unfähigkeit, die Versatzstücke eindeutig zu fassen.
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Muslime in Deutschland PDF Drucken E-Mail
1393 mal gelesen.
Geschrieben von: Katrin Brettfeld und Peter Wetzels   
Freitag, 21. Dezember 2007 um 13:56 Uhr
Integration, Integrationsbarrieren, Religion sowie Einstellungen zu Demokratie, Rechtsstaat und politisch-religiös motivierter Gewalt.
Ergebnisse von Befragungen im Rahmen einer multizentrischen Studie in städtischen Lebensräumen

unter Mitarbeit von
Ramzan Inci, Sarah Dürr, Jan Kolberg, Malte Kröger,
Michael Wehsack, Tobias Block und Bora Üstünel
Hamburg, Juli 2007
Universität Hamburg
Fakultät für Rechtswissenschaft, Institut für Kriminalwissenschaften, Abteilung Kriminologie
 
mit einer Zusammenfassung und einem Kommentar von Heinz Gess
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Der Nichtnazi. - Über Alain de Benoist und das Manifest der Nouvelle Droite PDF Drucken E-Mail
2963 mal gelesen.
Geschrieben von: Hartwieg Schmidt   
Freitag, 18. Mai 2007 um 15:44 Uhr

Jede Unterordnung des Individuums unter das Volk - und werde sie auch nur mit der vergleichsweise harmlos klingenden Wendung "weniger wichtig als" ausgesprochen und festgeschrieben - relativiert die Menschenwürde des Individuums. Eine relativierte Menschenwürde aber könnte nicht mehr als unverletzlich beansprucht und eingeklagt werden. Das absolute Folterverbot beispielsweise hat absolut unveräußerlich zur logischen Voraussetzung, dass die Würde des Individuums gerade nicht für "weniger wichtig" gilt als die Würde mehrerer Menschen und eines ganzen Volkes. Bereits der Ansatz einer geringeren Gewichtung des Individuellen zugunsten des Völkischen machte ein generelles Folterverbot rechtsförmig undenkbar. Muss deshalb der Würde des Einzelnen der Vorrang gegeben und das Verhältnis der Vorrangigkeit zwischen Volk und Individuum umgekehrt werden? Volk und Individuum lassen sich nicht auf die Waage bringen.
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Vom Rand zur Mitte. Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland PDF Drucken E-Mail
1881 mal gelesen.
Geschrieben von: Oliver Decker, Elmar Brähler   
Donnerstag, 09. November 2006 um 09:30 Uhr
Inhalt
1. Kapitel - Einleitung
1.1 Rechtsextremismusforschung
Traditionslinien, Konzepte, empirische Ergebnisse
1.2 Zielsetzung der Untersuchung - Determinanten rechtsextremerEinstellung in Deutschland
10.3 Durchführung: Konzeption und Fragebögen

2. Kapitel - Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland
Darstellung der Ergebnisse und zeitlicher Verlauf
2.1 Rechtsextremismus in Deutschland
2.2 Ergebnisse unterschieden nach Gruppen
2.3 Ergebnisse im Zeitverlauf
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Volk, Nation & die Welt PDF Drucken E-Mail
2045 mal gelesen.
Geschrieben von: Streitblatt   
Freitag, 01. September 2006 um 12:56 Uhr

Fragmente über den Ursprung von Antiimperialismus, Antizionismus und Antisemitismus


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Ostidentität: Zu den Konstitutionsbedingungen von aktuellem Rassismus und Antisemitismus in Ostdeutschland PDF Drucken E-Mail
324 mal gelesen.
Geschrieben von: Mario Möller   
Mittwoch, 30. August 2006 um 08:25 Uhr
"Faziit: Der Osten war aufgrund der gelebten und affirmierten DDR-Realität bestens auf die Wiedervereinigung vorbereitet: Gemeinschaft, latenter Anti-Kommunismus in Form der weitverbreiteten Systemopposition (Verweigerung etc.), antiwestliche Ressentiments, Arbeitsethos und eine autoritäre Grundstimmung der Lebenswelt (Abweichung als Bedrohung) eignen sich bestens, um den Anspruch, wirklich deutsch zu sein - nämlich zu "Arbeit und Tod 'geeignet und gewillt'" (Bruhn, 1994, S.107) - zu erheben und dieses Lebensgefühl auch aktiv auszuleben.
Die ostdeutsche Variante der Volksgemeinschaft zeichnet sich durch eine hohe "Binnensolidarität" der Gemeinschaften aus und dies beinhaltet spiegelbildlich auch den konsequenten Ausschluß derer, die laut Definition nicht dazugehören: Fremde, Asoziale, Unnütze und die potentielle Bedrohung der vermeintlich Übermächtigen.
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Rechtsextremismus unter Gewerkschaftsmitgliedern PDF Drucken E-Mail
3193 mal gelesen.
Geschrieben von: Michael Fichter Joachim Kreis Günter Pollach, Richard Stöss, Bodo Zeuner   
Freitag, 17. Juni 2005 um 15:46 Uhr

Vorwort Inhaltsverzeichnis Kapitel A: Einleitung (Problemstellung, Forschungsstand, Untersuchungskonzept)
Kapitel B: Rechtsextreme Einstellungen (Skalenbildung, Einstellungspotenziale)
Kapitel C: Sozio-ökonomischer Status und Rechtsextremismus
Kapitel D: Sozio-politische Orientierungen und Rechtsextremismus
Kapitel E: Sozio-politische Orientierungen und gewerkschaftliches Überzeugungssystem bei aktiven und passiven Gewerkschaftsmitgliedern
Kapitel F: Qualitative Befunde zum gewerkschaftlichen Überzeugungssystem bei Funktionären
Kapitel G: Zum Zusammenhang von sozio-ökonomischem Status und sozio-politischen Orientierungen als Ursachen für Rechtsextremismus
Kapitel H: Schlussfolgerungen
Kapitel I: Zusammenfassung Anhang

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Franz Alt und das Wiederaufleben des Antisemitismus PDF Drucken E-Mail
2969 mal gelesen.
Geschrieben von: Heinz Gess   
Samstag, 04. Juni 2005 um 08:21 Uhr
Für Franz Alt ist die Religion trotz aller gegenteiligen Beteuerungen »Opium«. Mag er noch so sehr betonen, er sehe »die Religion als Dynamit, und nicht als Opium« , so zeigt das doch nur, daß er sich nicht darüber im klaren ist, daß auch Dynamit als »Opium des Volkes« fungieren kann. Zu diesem Opium gehört bei Alt seine Gegensatzkonstruktion von »Jüdisch« und »Nichtjüdisch«, die alles über diesen einen Leisten schlägt, und der darin angelegte Antijudaismus als eine, so Jung 1936, »psychologische Finesse«. Der Kampf dagegen ist mittelbar der Kampf gegen jene Welt, die solchen Opiums bedarf und nur als solcher sinnvoll. »Die individuelle und gesellschaftliche Empanzipation von Herrschaft ist die Gegenbewegung zur falschen Projektion.«

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Wagner, das völkische Denken und die Juden PDF Drucken E-Mail
3883 mal gelesen.
Geschrieben von: Heinz Gess   
Samstag, 07. Mai 2005 um 08:42 Uhr
Der antagonistische Gegensatz zwischen der echten, authentischen Kultur und Sprache und der unechten, nur übernommenen, aufgesetzten, toten Kultur und Sprache, der das ganze völkische Denken bestimmt, stammt von Fichte. Er wurde von Fichte in der Zeit der napoleonischen Kriege formuliert und richtete sich damals gegen die französische Sprache, "bourgeoise" Zivilisation und den bürgerlichen Begriff der Nation als einer von freien, gleichen und brüderlichen Menschen. Das Französische und Revolutionäre qualifizierte Fichte als "künstlich" ab und setzte den revolutionären Ideen den völkischen Begriff der "organischen" und "ursprünglichen Nation" und den gleichermaßen völkischen Begriff der ursprünglichen Kultur des echten "Urvolkes", das sich, um seine Identität zu bewahren, gegen die französische Bourgeoisie zu erheben habe, entgegen.
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Der moderne Antiamerikanismus PDF Drucken E-Mail
2642 mal gelesen.
Geschrieben von: Timo Nitz   
Samstag, 16. April 2005 um 11:23 Uhr
Das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ liegt schließlich auch den Begriffen der Gleichheit und Gerechtigkeit zu Grunde. Hier nähert sich das deutsch-europäische Verständnis übrigens gefährlich nah der Neuen Rechten. „Gleichheit“ und „Gerechtigkeit“ geht somit auf die Idee zurück, dass jedes Volk prinzipiell die gleichen Rechte für sich in Anspruch nehmen darf und dass z.B. ein universelles Völkerrecht dafür Sorge tragen muss, dass dieses Recht eines jeden Volkes nicht verletzt werden darf. Damit wird dem Volk an sich wieder eine einende Stimme verliehen, die aus dem Boden der Herkunft, des Blutes oder der Religion erwächst. Ganz in guter alter deutscher Tradition. Ein völkischer Frieden also, der nichts – aber auch gar nichts – mit dem „Freedom & Democracy“ zu tun hat, wie er sich in der amerikanischenTradition zu verstehen gibt.
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Die ''neue Rechte'' und ihr pseudolinkes Gegenstück PDF Drucken E-Mail
5897 mal gelesen.
Geschrieben von: Heinz Gess   
Samstag, 12. März 2005 um 13:56 Uhr
Das den Faschismus ideologisch erzeugende Projekt, dem die Vorstellung zugrundeliegt, die Gesellschaft sei ein verwilderter Garten, in dem der »konservative Revolutionär« als Gartenbauarchitekt nach einem von ihm konstruierten, die ökologischen Gesetzmäßigkeiten berücksichtigenden Plan die Ordnung wiederherzustellen und alles zu jäten und mit der Gartenschere abzuschneiden habe, was sich ihr nicht fügt, ist nicht tot, sondern lebt unter Berufung auf das vornehme Wort »Kultur« oder, wie es heute meist heißt, »nationale Identität« fort. Mit ihm lebt die alte Bedrohung alles dessen fort, was "der Gärtner" für Unkraut hält und das Adorno  mit den realen Abstraktionen, nach denen der Gärtner das "ökologische Gleichgewicht" und der Systemingenieur im Allgemeinen das systemische Gleichgewicht herstellen will, das Nichtidentische nennt.
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