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Geschrieben von: Markus Brunner
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Sonntag, 08. März 2009 um 11:14 Uhr |
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Vortragstext. Der Vortrag wurde im Rahmen der Ausstellung "Innovative Methoden?" 26. - 30. Jan. 2009, in Hannover gehalten.
Markus Brunner setzt sich im Text kritisch mit der offiziellen Traumaforschung und derjenigen Forschung über die psychischen Folgen von Krieg, Verfolgung, Genozid und Folter auseinander, die mit dem Begriff der "Posttraumatischen Belastungsstörung" arbeitet.
Er kritisiert den individualpsychologischen Zugriff dieser Forschung aus zwei Gründern: Erstens ist die Forschung pathologisierend, weil sie die psychische Struktur isoliert betrachtet und weder die soziale Situation des Ersttraumas berücksichtigt noch die aktuelle Situation derTraumatisierten später, die etwas mit dem Trauma selbst zu tun hat. Zweitens ist die Forschung durch die Entkontextualisierung auch entpolitisierend, weil sie den politischen und sozialen Kontext völlig ausblendet. |
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Geschrieben von: Nevergoinghome
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Sonntag, 11. Januar 2009 um 11:54 Uhr |
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"Allein die Bezeichnung ,Widerstand" für die Männer des 20. Juli erscheint mir vermessen. Es handelt sich wohl doch eher um schwankende Opposition. Die Partisanen in Polen und in der Sowjetunion, in Jugoslawien und Frankreich, die Haltung des Hofes und der Nazigegner in Dänemark, der Aufstand im Warschauer Ghetto, der Aufstand in Sobibor, der Widerstand in Auschwitz, Buchenwald und Mauthausen - das sind nur Beispiele für die europäische Geschichte des Widerstands gegen deutsche Besatzung, gegen den Nationalsozialismus und damit - und dies sei zu betonen - gegen die deutsche Wehrmacht, gegen preußisches Soldatentum und deutsche Militärtradition." Frank Stern, Wolfsschanze versus Auschwitz. Widerstand als deutsches Alibi?, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Jg. 42 (1994)
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Geschrieben von: Peter Bierl, Clemens Heni
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Montag, 07. April 2008 um 08:33 Uhr |
Ich habe in meinem ideologiekritischen Buch "Vom Faschismus zum neuen Denken" (1994), insbesondere in dem Abschnitt "Der neue Mensch - zwischen hilflosem Antifaschismus und faschistischer Propaganda" nachgewiesen, dass in der deutschen Öko-Pax-Bewegung antisemitisch grundierte, völkische und konservativ-revolutionäre Ideologien, die der nationalsozialistischen Bewegung das ideologische Futter gaben, im Jargon der Authentizität und des linken Aufstandes gegen das "verrottete System der Adenauerzeit' wiederauflebten. Zu diesem Wiederaufleben neofaschistischen Gedankenguts im ökosystemischen Jargon haben auch jene Leute beigetragen, die die Partei der Grünen früher mit Forderungen wie Ausstieg der BRD aus der Nato, Öko-Bauerntum auf reiner deutscher Scholle mit ausschließlich heimischen Gewächsen, Solidarität mit dem 'arabischen Volk' gegen den "Aggressorstaat" Israel, dem "Nazi-Staat von heute" und dauerhaftem Nullwachstum prägten und die ihre pseudo-antikapitalistische, völkische Gesinnung kundtaten in Parolen gegen den mächtigeren Nationalstaat USA - "USA,SS,SA" - der massenhaften Verbreitung antiamerikanischer und antijüdischer bzw.antiisraelischer Ressentiments, im exportfördernden "kritischen Dialog" mit Regimen und Rackets, die auf die Vernichtung des Staates Israel eingeschworen sind (wie das iranische Regime, Hamas, Hisbollah, Muslimbruderschaft) , der Abwendung vom Monotheismus zugunsten esoterischer, neuheidnischer Kulte und der Anbetung des (Öko-) Systems.
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Geschrieben von: Heinz Gess, Kristan Kossack
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Mittwoch, 12. September 2007 um 12:55 Uhr |
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Teil 3 Des Freiherrn von Campenhausens Vergleich der antisemitischen Äußerungen des Landesbischofs Meiser (1926) mit der Islamkritik von Ralph Giordano
von Heinz Gess
"Auch der Leiter des kirchenrechtlichen Instituts der EKD scheut vor solchen Verkehrungen nicht zurück, um "seinen Bischof" - partem pro toto - zu verteidigen. Von wahrhaftigem Erinnern und Durcharbeiten der Schuld, die das deutsche Christentum seit Luther, aber noch viel mehr seit Fichte und Wagner an der Genese der Idee der Erlösung durch Vernichtung hat, die von Hitler in die Tat umgesetzt wurde, ohne zu Ende geführt werden zu können, findet sich bei ihm keine Spur. Stattdessen auch hier Schuldabwehr und Verleugnung. Weil Luther in die Kritik geraten könnte, dürfen die antisemitischen Äußerungen des lutherischen Landesbischofs nicht dem Vernichtungsantisemitismus des Nationalsozialismus zugearbeitet haben, sondern müssen (berechtigte?) "judenkritische Äußerungen" gewesen sein. |
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Geschrieben von: Heinz Gess/Werner Dirks/Kristan Kossack
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Dienstag, 11. September 2007 um 10:07 Uhr |
Ein Beitrag zur Kritik des kollektiven Nachkriegsmythos der Deutschen
Gliederung;
Teil 1
"Opa war kein Nazi". Über den kollektiven Mythos der Deutschen von der Nazivergangenheit
- Der kollektive Mythos und seine nachhaltigen Wirkungen auf die Generation der Enkel
- Rassismus damals - Kulturrelativismus heute. Der Kulturrelativismus als modernisierte "tolerante" Variante des "heiligen Krieges" gegen die politische Emanzipation
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Geschrieben von: Kristan Kossack
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Freitag, 31. August 2007 um 15:55 Uhr |
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Hitlergegner Pfarrer Graff von seiner Kirche totgeschwiegen Pfarrer Dr. jur. Hans Graff war ein wertkonservativer Mann, der zugleich mehrfach in seinem Leben in verschiedensten Funktionen politisches Rückgrat unter Beweis gestellt hat. Er erhielt in Berlin 1934 Berufsverbot, weil er das Hissen einer Hakenkreuzfahne auf dem Schöneberger Rathaus verhinderte. In Minden sollte er im April 1945 wegen judenfreundlicher Kanzelworte von der SS erschossen werden. Nach dem Krieg hatte er es wider den Zeitgeist abgelehnt, die Begnadigung eines Mindener Kriegsverbrechers zu befürworten.
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Geschrieben von: Werner Dirks, Kristan Kossack mit einem Vorwort zum kollektiven Nachkriegsmythos der Deutschen von Heinz Gess
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Samstag, 25. August 2007 um 12:02 Uhr |
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In der Werkzeitung des Melittawerkes (Minden, 8/1938 ) findet sich folgender Einschüchterungsversuch des "Unternehmers" Bentz während einer Betriebsversammlung im Juli 1938: "Wir haben neulich eine Arbeitskameradin erwischt, als sie ein jüdisches Geschäft betrat. Sie erzählte uns nachher, dass sie lediglich eine dort beschäftigte Verkäuferin besucht habe. Ob das stimmt, ist leider nicht nachprüfbar. In der Werkzeitung Nr. 5 dieses Jahres hatten wir bekannt gemacht, dass jeder, der beim Juden kauft fristlos entlassen wird.
Wer künftig überhaupt noch in jüdischen Geschäften gesehen wird, einerlei ob er kauft oder nicht, gehört nicht zu uns und muss fristlos entlassen werden."
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Geschrieben von: Kristan Kossackmit einem Nachwort von Heinz Gess zu des Freiherrn von Campenhausen Vergleich der antisemitischen Äußerungen des Landesbischof Meiser (1926) mit der Islamkritik von Ralph Giordano
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Sonntag, 19. August 2007 um 13:08 Uhr |
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In meinem Artikel "heiliger Krieg in Bielefeld", der in der Hauptsache eine Kritik der religiösen Ideologie der Besetzer der ehemaligen Paul Gerhardt Kirche und der antisemitischen Theologie des Archetypentheologen Eugen Drewermann ist, wies ich bereits mit Nachdruck darauf hin, dass die widerrechtliche Besetzung des Gebäudes, die den Zweck verfolgte, der jüdischen Gemeinde das Recht zu nehmen, das Gebäude zu kaufen, um es zur Synagoge umzuwandeln, nicht als Einzel- und Ausnahmefall gewertet werden darf, sondern Bestandteil einer vielköpfigen Konstellation ist, in der sich eine neuerliche "konservative Revolution" formiert, in der das antisemitische Ressentiment auf der Lauer liegt, um sich im inszenierten Protestgehabe und "heldenhaften Tabubruch" Anerkennung zu verschaffen. Zu jener Konstellation gehören die Vorgänge in Minden, die Kristan Kossack in seinem Artikel beschreibt und kritisiert. |
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Geschrieben von: Clemens Heni
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Freitag, 27. April 2007 um 11:53 Uhr |
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Wenig bekannte Quellen des katholischen BUNDES NEUDEUTSCHLAND Vor wenigen Tagen starb der Gründer des ZDF, Karl Holzamer, im Alter von 100 Jahren. Ein echter Deutscher, ja ein "Neudeutscher" war er, was jedoch gern verschwiegen wird, ist doch der katholische Bund Neudeutschland eher Signum fanatischer Religiosität, dem auch Nazis wie Hans Filbinger die Treue schworen. Vielmehr wird so an Holzamer erinnert: "Während des Zweiten Weltkrieges kam er als Bordschütze der Luftwaffe und Hörfunk-Korrespondent in viele Länder. Das habe seinen Horizont sehr erweitert, sagte er selbst, aber auch: Was ist von einem Menschen zu halten, der den Zweiten Weltkrieg als "Bereicherung seines Horizonts" grotesk überhöht und affirmiert? Durch ein Zeltlager in Oranienstein 1931 wurde der "Zusammenhalt der Neudeutschen bestimmt und die Mitträger der Politik der Bundesrepublik direkt oder indirekt beeinflußt (Rainer Barzel, Bernhard Vogel, Hans Filbinger, Josef Jansen, Hans Puhl, Josef Stingl, Peter Nellen, Bruno Heck - wieder nur einige aus dem eigenen Erfahrungsbereich vor und nach dem Kriege). |
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Geschrieben von: Karl Hörmann
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Mittwoch, 08. März 2006 um 13:37 Uhr |
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Zur Ideologisierung des Tanzes und der Körperkultur
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 06. Mai 2005 um 13:47 Uhr |
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Das Judentum (die jüdische monotheistische Religion) ist für Drewermann das schlechthin Andere der (eigenen) Natur, die selber zur zweiten Natur gewordene Gegennatur. Er hat zwar einen geschulten Intellekt, aber ihm fehlen die Eigenschaften, die zu einem Leben, das in Übereinstimmung mit der Ordnung der Natur geführt wird, wesentlich dazugehören: Die Bereitschaft, sich für das gemeinschaftliche Ganze zu opfern und für das Leben des Ganzen alle persönlichen Interessen zurückzustellen, die innerliche Zustimmung zum “ewigen Vorrecht der Kraft und Stärke” und die Anerkennung des Prinzips vom Fressen und Gefressen-werden im ewigen Kreislauf der Natur. Es ist der mit dem Verstand gegebenen Gefahr erlegen und hat die Gefühle der Angst und des Mitleids zu Ende gedacht und dadurch mit der “unerbittlichen Konsequenz” ausgestattet, “den Abstand der Menschen von der Natur immer weiter zu vergrößern”.(381) |
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Geschrieben von: Heinz Gess (Erstveröffentlichung in: Widerspruch32/1996)
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Freitag, 11. März 2005 um 14:12 Uhr |
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Ich weise in diesem Aufsatz nach, daß Jungs Lehre in der kritischen historischen Phase um 1933 selbst als faschisierende Propaganda funktionierte. Nicht kommt im NS-Faschismus etwas An-Sich-Gutes zum Durchbruch, das von der sogenannten Hitlerei schrecklich mißbraucht wird, wie es manche Jungadepten heute wieder sehen wollen, sondern die Theorie, die das von ihrer Anlage her so sieht, ist und verbreitet notwendig falsches Bewußtsein und tendiert dazu, den möglichen Rückfall in barbarische Repression als Rettung und Heil zu verklären - damals wie heute. (s. Gess 1994; 1995a, b)
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 11. März 2005 um 08:02 Uhr |
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Über die C.Gung Renaissance im New Age
In der Literatur über Rechtsextremismus, die seit den Anschlägen auf Flüchtlinge und ausländische Arbeitnehmer in Rostock und anderswo anschwillt, ist die als Warnung gemeinte Feststellung, daß der Rechtsextremismus aus der "Mitte der Gesellschaft" komme, fast schon ein Gemeinplatz geworden. Wer aber angesichts dieser Warnung in den Sozialwissenschaften eine verstärkte kritische Auseinandersetzung mit ideologischen Konfigurationen aus der "Mitte der Gesellschaft" erwartet, wird eher enttäuscht. Um so notwendiger ist es, die Auseinandersetzung offensiv aufzunehmen. Das geschieht in meinem Buch »Vom Faschismus zum Neuen Denken« (Zu Klampen Verlag, Lüneburg 1994). Es ist eine Auseinandersetzung mit der ideologischen Konfiguration des »New Age«, die in der Absicht geführt wird, die rechtslastigen Implikationen dieses Denkens und seine Verbindung zur neu-rechten und faschistischen Ideologie zu demonstrieren und es dann zu demontieren. |
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