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Lichtung: Lechts und rings PDF Drucken E-Mail
1222 mal gelesen.
Geschrieben von: Heinz Gess   
Samstag, 19. Dezember 2009 um 05:35 Uhr
Reflexionen über Kommentare aus dem deutschen Mainstream zur Kritik am Berliner
Gebetsraumurteil (Teil 1)

Gliederung:
Helm ab zum Gebet! (S. 1)   
Rassismus, der "über muslimische Leichen geht"  (S. 8)
Erdogan oder "Verbrechen wider die Menschheit"  (S. 18)

"Die Verkehrung ist vollkommen. In der Nazizeit geschah gerade das Gegenteil von dem, wofür die Petition streitet. In der Nazi-Phase der deutschen Geschichte wurde die Trennung des politischen Gemeinwesens von der bürger­lichen Gesellschaft und Weltanschauung (in diesem Fall der NS  Ideologie) völlig aufgehoben. Die Aufhebung dieser Trennung bei Beibehaltung der kapitalistischen Produktionsweise ist konstitutiv für den totalitären Nazifaschismus. Der Islamismus hat mit dieser totalitären Herrschaftsform gemeinsam, dass er diese Trennung ebenfalls und selbstverständlich auch unter Beibehaltung der kapitalistischen Pro­duktionsweise abschaffen will. Es ist also genau umgekehrt als der Kritiker der Petition dem Leser suggerieren will: Nicht die Petition fällt in die Epoche des NS zurück, sondern wenn überhaupt jemand und irgendetwas zurückfällt, dann jene islamischen Kräfte, die dieses Urteil durchgesetzt haben, die deutsche Justiz, die, weil sie offensichtlich nicht weiß, was sie tut, nicht in der Lage ist, das Grundgesetz zu verteidigen, und „Linke“, die diese Entwicklung zur Wehrlosigkeit der Demokraten unterstützen, indem sie beherzten Demokraten vorwerfen, sie katapultierten sich in die Nazizeit zurück. Welch eine ideologische Verkehrung – und das selbstverständlich in der Maske des Biedermannes, der schreibt: „Als Linker findet so etwas nicht (und niemals) meine Zustimmung.“Diese Plumpheit, inszenierte Naivität und Scheinheiligkeit kann jene nicht mehr überraschen, die die Verkehrungen dieser “Linken“ verstanden hat. Es ist klar, dass 'so etwas' nicht ihre Zustimmung finden kann. Denn sie sind Rechte bzw. völkische, kulturrassistische Linke von rechts. Nur wissen sie es nicht, weil sie als deutsche Gutmenschen aus uralter Gewohnheit auf dem linken Ticket reisen."

Heinz Gess  


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