| Innergesellschaftliche Außergesellschaftlichkeit - Zwei Jahrzehnte Veräußerung der Bedürfnisse: Raven, Techno und Designerdrogen |
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| Geschrieben von: Mirko Maschewsky |
| Samstag, 22. Dezember 2007 um 17:13 Uhr |
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Der Autor setzt sich mit dem ihm eigenen, nicht verleugneten Hedonismus kritisch mit Raven, Techno und Designerdrogen auseinander und kommmt, was Designerdrogen und Techno angeht zu folgenden Ergebnissen:
Designerdrogen: "Aber das notwendige Interesse des Staates und der System reproduzierenden Kräfte ist auch, dass eine innergesellschaftliche Außergesellschaftlichkeit nicht praktiziert wird. Denn das Konsumieren von Designerdrogen springt über das Maß hinaus, das an kultureller Reproduktion der Arbeitskraft nötig ist. Aus der Sicht des Staates und des Kapitals könnte der Konsum von Drogen daher die Qualität der Ware Arbeitskraft in Gefahr bringen. Deswegen bekämpft der Staat, zumindest in der Gegenwart, als oberster Garant der Ware Arbeitskraft, den Drogenkonsum als subversiv. Doch ist dieser Konsum von Designerdrogen nur in der Einbildung subversiv, tatsächlich eher affirmativ, wenn das Bedürfnis, das den Konsum bewirkt, nicht als gesellschaftlicher Widerspruch geäußert und damit die Kritik der Verhältnisse entfaltet wird. Vollkommen affirmativ ist schließlich derjenige Drogenkonsum, der vom Hedonismus abstrahiert und zur Steigerung der eigenen Arbeitsleistung betrieben wird. Dieser Zweck des Konsums ist dann aber nicht mehr als Rausch zu bezeichnen, da Rausch mit Arbeit identisch geworden ist. Denn Rausch ist, um einen allgemeinen Begriff zu finden, das schizophrene Vermitteln der kapitalistischen Antagonismen im Subjekt. So zum Beispiel von Körper und Geist, Bedürfnis und Gesellschaft. Also die Beherrschung der vermeintlich eigenen Natur zum Zweck der Naturbeherrschung, die wieder in das, was sich unter der eigenen Natur vorgestellt wird, zurück gebrochen werden soll. Anders: das brutale Auflösen der Widersprüchlichkeit in eine multiple zweite Persönlichkeit, dem die menschliche Natur unterstellt wird." Techno: "Diese Musik ist für alle in jedem Zustand verständlich, also die Verwirklichung des Mainstreams, die durch das Wegrationalisieren von Teilwidersprüchen erkauft wurde. Damit ist sie zu einer neuen gesellschaftlichen Technik geworden, die ebenso gut als Mittel der Kritik wie zur Marschmusik der modernen postfaschistischen Volksgemeinschaft instrumentalisiert werden kann. So wird vielleicht mein persönliches Anliegen deutlich, Techno dort abzuholen wo er jetzt ist, um ihn als Waffe der Kritik auf den gesellschaftlichen Floor zu holen." Link zum Artikel (PDF): "Innergesellschaftliche Außergesellschaftlichkeit - Zwei Jahrzehnte Veräußerung der Bedürfnisse: Raven, Techno und Designerdrogen". Klicken Sie bitte hier.
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Beim Abklingen der berauschenden Wirkung stellen sich häufig Müdigkeit, Schwäche, Unkonzentriertheit und Appetitlosigkeit ein. Das allgemeine »Durchhängen« kann sich bis zu depressiven Gefühlszuständen steigern. Diese Nachwirkungen können mehrere Tage anhalten, der XTC-Kater ist oft schlimmer als z.B. ein Alkoholkater.
Die gefühlsverstärkende Wirkung kann auch ins Gegenteil umschlagen: Es gibt den sog. »Horrorfilm«, bei dem man Wahnvorstellungen und Angstzustände erleben kann. Häufiger Konsum von XTC bewirkt darüber hinaus Veränderungen in der Chemie des Gehirns: Die durch XTC angeregte Ausschüttung des körpereigenen Glücksstoffes Serotonin bewirkt einen »Ausverkauf« dieser Substanz: Es braucht einige Wochen, bis das Serotonin durch den Körper wieder in ausreichendem Maße hergestellt ist. Menschen mit einer labilen Psyche sind in erhöhtem Maße von der Gefahr bedroht, daß der XTC-Konsum - unabhängig von der eingenommenen Menge - Auslöser sein kann für paranoide Zustände (Verfolgungswahn) und Psychosen.
S.Heine
Gefahr besteht natürlich immer dann wenn Drogen im Spiel sind. Dieses hängt in höchstem Maße von den Personen, die sie konsumieren sowie den Umständen ihrer Einnahme ab. Psychische Abhängigkeit kann eine Folge sein. Diese besteht immer dann, wenn die Wirkung der Droge als beglückend erlebt wird und der Alltag dagegen grau und trostlos. So wird alles was schön ist in Verbindung mit Party und der Droge gesetzt und es entsteht ein Teufelskreis. Dieser kann sich sowohl auf das soziale Umfeld als auch auf die Berufliche Situation und das gesellschaftliche Leben auswirken.
Hilfe und Beratung findet man im Internet unter:
http://www.eve-rave.de/
S.Heine