| Gescheiterte Integration als Katalysator negativer gesellschaftlicher Destabilisierung |
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| Geschrieben von: Hartmut Krauss |
| Sonntag, 08. Februar 2009 um 19:22 Uhr |
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Fakten und Zusammenhänge jenseits der offiziellen Diskursverwirrung
Ausblenden, Verleugnen, Dementieren: Zum notorisch-apologetischen Abwehrritual der sog. "Migrationswissenschaft" Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Statistik hat Ende Januar 2009 unter dem Titel "Ungenutzte Potentiale. Zur Lage der Integration in Deutschland" eine Studie veröffentlicht, aus der klar und eindeutig der folgende, längst bekannte und dennoch vielfach hartnäckig verleugnete und desartikulierte Sachverhalt hervorgeht: Die türkisch-muslimischen Migranten bilden im Vergleich zu anderen Zuwanderern die mit Abstand am schlechtesten integrierte Teilgruppe von Zuwanderern. Demnach weisen die türkisch-muslimischen Zuwanderer im Durchschnitt das niedrigste Qualifikationsniveau, die höchste Rate an Arbeitslosen und Empfängern von Sozialtransfereinkommen sowie die niedrigste Frauenerwerbsquote auf etc. Dennoch scheuen sich die Verfasser, eine kausalanalytische Beziehung zum traditionalistisch-islamisch normierten Sozialisationshintergrund der türkisch-muslimischen Zuwanderer als Erklärungsgrundlage heranzuziehen. Nach Ansicht des regierungsnahen Institutsleiters Reiner Klingholz, positionsspezifisch auf den Vorrang politischer Korrektheit vor Wahrheit konditioniert, lässt sich angeblich die integrationshinderliche Wirkung des Islam nicht feststellen. Dafür wird unversehens eine agnostizistische Behauptung konstruiert: "Der Zusammenhang lässt sich nicht messen". Religion sei auf die Dauer kein trennender Faktor, lautet der daraus willkommen ableitbare Beschwichtigungskommentar. (vgl. DER SPIEGEL Nr. 5/26.1.2009, S.36). Nun könnte demgegenüber jeder halbwegs talentierte Student der Sozialwissenschaften im ersten Semester mit Leichtigkeit folgende Korrespondenz aufdecken, nämlich den Zusammenhang zwischen den islamischen Heiratsnormen und dem folgenden Untersuchungsergebnis: "Ebenso kommt die Vermischung mit der Mehrheitsgesellschaft, die in den anderen Gruppen stetig voranschreitet, bei den Personen mit türkischem Hintergrund kaum voran: 93 Prozent der in Deutschland geborenen Verheirateten führen ihre Ehe mit Personen der gleichen Herkunftsgruppe" (Zusammenfassung der Ergebnisse, S. 5.). Zu allem Überfluss musste auch noch fast zeitgleich mit dem Erscheinen der Studie ausgerechnet der Berliner Frauensenator Harald Wolf (Linkspartei) den Anstieg bekannt gewordener Zwangsverheiratungen in Berlin mitteilen (von 330 Fällen 2005 auf 378 Fälle 2007 - jenseits des Dunkelfeldes) - fürwahr ein Phänomen, das sich ausschließlich aus "sozialer Benachteiligung" ergibt und unter einheimischen Deutschen genauso nachweisen ließe, wie zweifellos der noch zu zitierende Klaus Bade urteilen würde, ein hochfavorisierter Anwärter auf den Titel "Der hemmungsloseste Ignorant". Trotz der in der Studie bereits vollzogenen Elimination jeglichen Zusammenhangs zwischen Islam und Desintegration führte das publizierte Ergebnis postwendend zu den eingeübt erregten Proteststürmen auf Seiten der diversen Migrationsideologen, Berufstürken und islamophilen Politikern. Das notorische Motto der Erregung lautete einmal mehr: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf." Für die Kaste der deutschen Berufspolitik, die für den Vormarsch der islamischen Herrschaftskultur entscheidend verantwortlich ist und zunehmend den Mehrheitswillen der einheimischen Bevölkerung (darunter die steigende Masse der Nichtwähler) mit Füßen tritt, ergriff der Vorsitzende des Innenausschusses des deutschen Bundestages, Sebastian Edaty (SPD), das Wort. Die Ergebnisse seien längst bekannt. Das Ärgerliche sei, dass man behaupte, die Türken wollten sich nicht integrieren. Schuld sei vielmehr die Aufnahmegesellschaft, die den Zuwanderern keinerlei Integrationsangebote gemacht habe. "Es wurden ihnen keine Möglichkeiten zum Erlernen der deutschen Sprache geboten und ihnen auch keine Fortbildungsmaßnahmen angeboten." Zwar hat der deutsche Staat gegenüber den türkisch-muslimischen Zuwanderern fahrlässigerweise lange Zeit tatsächlich keine nachdrückliche Integrationsaufforderung erhoben, aber auch ihnen standen schon in den 1970er und 1980er Jahren ein breit gefächertes Angebot von sehr preisgünstigen VHS-Deutschkursen offen. Zudem gab es für ausländische Arbeitnehmer aus EU- und ehemaligen Anwerbestaaten einschließlich ihrer Familienangehörigen spezielle Kursangebote seitens des Sprachverbandes. Ebenso war auch türkischen Gastarbeitern keinesfalls grundsätzlich der Zugang zu den damals noch recht breit gestreuten Umschulungs- und Anpassungsfortbildungsangeboten der Arbeitsämter verschlossen. Wer diese Sachverhalte einfach ausblendet, ist entweder ein Ignorant oder ein wahlpolitischer Lügner auf Stimmenfang. Die Gastarbeiter aus Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Jugoslawien wurden weder besser noch schlechter als die Türken behandelt und dennoch haben sie sich signifikant besser integriert. Folglich löst sich auch schon unter diesem Blickwinkel (gleichartige Rahmenbedingungen) die Abwehr- und Verteidigungspropaganda von Edathy u. a. in heiße Luft auf. Zudem müsste auch er zur Kenntnis genommen haben, dass es mittlerweile ein breit gefächertes steuerfinanziertes "All inclusive"-Angebot speziell für muslimische Zuwanderer gibt, das von "Mama lernt Deutsch"-Kursen mit Kinderbetreuung über unzählige Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche, ebenso zahlreiche Berufsvorbereitungsmaßnahmen, Nachhollehrgänge etc. bis zu einem regelrechten Dickicht von Migrationsberatungsstellen reicht. Die davon profitierende Migrationsindustrie agiert vielfach als treuester Bündnispartner der Islamverbände und fungiert obendrein als einflussreiche Basis der hier skizzierten Abwehrideologie. (Das Leitkonzept zahlreicher Mitarbeiter dieser Einrichtungen ist die Einnahme einer Position des vormundschaftlich-beschützenden Paternalismus gegenüber den Zuwanderern. Der Effekt ist vielfach die Verfestigung gelernter bzw. strategisch nutzbarer Hilflosigkeit.) Wie unsinnig es ist, die subjektive Integrationsverweigerung auf Seiten nicht aller, aber eben doch sehr zahlreicher türkisch-muslimischer Zuwanderer zu bestreiten, zeigt die entlarvende Aussage eines anderen notorischen Realitätsverleugners. Ein Erhan Oguz/Berlin erklärt in Sabah am 29.01. 2009 ganz ungeschminkt, nachdem er seinem Neid auf Aussiedler freien Lauf gelassen hat: "Den Begriff "Integration' lehne ich persönlich aus geistigen und ethischen Gewissensgründen ab - der Begriff "Integration' beschreibt lediglich ein frühes Stadium der Assimilation." Ganz in diesem Sinne hatte ja auch der türkische Ministerpräsident Erdogan seine schlecht integrierten Landsleute dazu aufgerufen, ihre islamische Abschottungsmentalität zu bewahren und zu tradieren und sich auf keinen Fall soziokulturell anzupassen: "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit" lautete seine popagandistische Leitbotschaft. Gemäß dieser Vorgabe verharrt ein Großteil der türkisch-muslimischen Zuwanderer in abgeschotteten Sozialmilieus und errichtet normativ gegengesellschaftliche Subkulturen, in denen nicht die Grund- und Menschenrechte gelten, sondern die vormodernen Regeln des Islam. Warum auch sollte man Bildungsanstrengungen unternehmen und sich soziokulturell anpassen, solange der deutsche Staat a) die Etablierung, Befestigung und Ausweitung islamischer Herrschaftsräume toleriert, gewährleistet und vielfach fördert; b) unbegrenzte Sozialtransfereinkommen auch für islamische Menschenrechtsverachter gewährt und c) die erweiterte Reproduktion der islamischen Herrschaftskultur auch noch mit Gebärprämien (Kindergeld) "überzuckert" - was den Daueraufenthalt in einem "ungläubigen Land" (gerade auch im Vergleich zur Türkei ) für strenge gläubige Muslime hinreichend attraktiv macht. Gegen alimentierenden "Materialismus" dieser Art hat auch die islamische Sorte der Gottesanbeter nichts einzuwenden, sondern ergreift die Gelegenheit beim Schopfe. Vor diesem Hintergrund wollen wir - wie versprochen - abschließend noch den weisen Worten eines Klaus Bades lauschen und uns damit einen repräsentativen Eindruck über den Geisteszustand der deutschen Migrationswissenschaft verschaffen: "In Deutschland wird von Jahr zu Jahr die Zahl der Menschen, die weder lesen noch schreiben können größer. Hier muss dringend Hilfe geschaffen werden Es gibt kein "Türkenproblem', es gibt soziale Probleme, die viele betreffen und als solche verstanden werden müssen. Es ist falsch zu behaupten, dass die Türken sich nicht integrieren wollen. Wenn dieselbe Studie unter Deutschen durchgeführt worden wäre, würde man zu ähnlichen Ergebnissen kommen." Hartmut Krauss Link zum Artikel (PDF): "Gescheiterte Integration als Katalysator negativer gesellschaftlicher Destabilisierung". Klicken Sie bitte hier.
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