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„Die schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland“ PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Ulrich Sahm   
Mittwoch, 05. August 2009 um 13:54 Uhr
Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse an Felicia Langer, eine jüdische „Israelkritikerin“, die Ahmadinedjads Regime in Teheran die Stange hält, ist nur ein weiteres Beispiel für die Doppelzüngigkeit der deutschen  und europäischen Politik gegenüber dem jüdischen Staat Israel.  Die Ehrung darf deshalb nicht, wie manch einer es gerne möchte, als ein Verwaltungsirrtum oder Missgeschick gewertet werden.
Sie sollte besser als lange vorbereiteter Coup aufgefasst werden, mit dem Filbinger und seine neudeutsche Mannschaft klar machen, wo sie stehen werden, wenn der Ernstfall eintritt und von Ahmadinedjad, dem Gotteskrieger mit der nuklearen Bombe, der existenzielle Ausnahmezustand ausgerufen wird, nämlich ganz gewiss nicht auf der Seite Israels und der Juden (=Zionisten), sondern auf der Seite jener „Antifaschisten“ und „Widerstandskämpfer“, zu denen laut Oettinger auch der neudeutsche Nazi-Richter und ehemalige Ministerpräsident Filbinger gehörte. Es ist die Seite jener „positiven Antifaschisten“ oder „negativen Faschisten“,  die heute den demokratischen Staat Israel als „Nazi-„ und „Unrechtsstaat“ bekämpfen, während sie bei seinen Todfeinden, der Hamas, Hisbollah, Fatah, dem islamische Djihad, dem iranischen Regime oder dem judenreinen saudi-arabischen Gottesstaat die völkische Freiheit oder die sozialistische Umma erblühen sehen. Zu ihnen gehören neben Oettinger unter anderem auch Norbert Blüm, der Theologe des konformistischen  Protestes Drewermann, Franz Alt, der Epigone des völkischen „Rassenpsychologen“ des „kollektiven Unbewussten“ (so nannte sich C G: Jung 1934 selbst) und, wie aus aktuellen Nachrichten zu entnehmen ist, auch der Bürgermeister Tübingens, Palmer, ein junger grüner Politikprofi, der weiß, wie man hierzulande rasch Karriere machen kann.                         
Der israelische Reiseführer Motke Shomrat verurteilt die Ehrung Langers, die in Israel bis 1990 mit die schlimmsten palästinensischen Terroristen vor Gericht vertrat und auch in der Öffentlichkeit für sie Partei ergriff, als „eine Schande für die Bundesrepublik.“ Ich kann dem nur beipflichten und meine Verachtung für jene Politiker ausdrücken, die diesen Coup gelandet haben, und jene anderen, die wie Palmer ihn im nachhinein rechtfertigen oder dazu schweigen.
Shomrat hatte das Bundesverdienstkreuz 1995 für seine „Verdienste für die Versöhnung zwischen dem jüdischen und deutschen Volk“ vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog verliehen bekommen. „Es ist mir unbegreifbar, dass die Bundesrepublik sich von ihrer Nazi Vergangenheit befreien will und gleichzeitig eine Jüdin auszeichnet, die den heutigen neuen Hitler (Ahmadinedjad) stützt, der zur Vernichtung des Staates Israel aufruft“, sagt Shomrat, der aus Köln stammt, in einem Kloster nahe dem belgischen Ort Dimant und später im KZ Mechlen in Belgien den Krieg überlebt hat. Sein Vater ist im KZ-Dachau am Tag der Befreiung gestorben.

Heinz Gess

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