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Politische Eingriffe -
Neofaschismus und Rassismus
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Geschrieben von: Heinz Gess und Hartmut Krauss
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Donnerstag, 25. März 2010 um 20:05 Uhr |
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Kürzlich veröffentlichten der „interkulturelle Rat in Deutschland“, „Pro Asyl" und die Abteilung „Migrations- und Antirassismuspolitik“ des DGB den Aufruf „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“. Der Aufruf ist aus mehreren Gründen demagogisch:
1. Er insinuiert durch die Gegenüberstellung „Rassisten, nicht Muslime..“, dass Muslime von vornherein keine Rassisten seien oder sein können. Das ist zweifelsohne falsch. Kulturalistischer Rassismus, Antisemitismus, Israelhass, autoritäre Verachtung anders Denkender, Angst vor der Freiheit, Rechtsextremismus, Emanzipationsabwehr und Xenophobie sind keine deutschen oder christlichen und erst recht keine der demokratischen Staatsform geschuldete Besonderheiten, die es bei Muslimen und in „islamischen Republiken“ nicht gibt, sondern sie sind unter Muslimen mindestens so weit verbreitet wie unter Christen, Juden und Andersgläubigen oder Nichtgläubigen. In „islamischen Republiken“ ist der kulturalistische Rassismus sogar ausdrückliche Staatsdoktrin, weil in ihnen, wie der Name schon kund tut, Nicht-Muslimen die vollen Staatsbürgerrechte verweigert werden.
Die Assoziation, die der Aufruf weckt, ist zwar falsch, aber die falsche Insinuation ist mehr als nur ein Irrtum. Denn es nicht anzunehmen, dass die „gelehrten Weisen“ des links-deutschen Mainstreams wie etwa Prof. Dr. Benz, Prof. Gesine Schwan und Prof. Dr. Micha Brumlik samt den vielen anderen Sprachrohren des deutschen Mainstreams das nicht wüssten und sie ferner nicht wüssten, dass emanzipatorische Islamkritiker in Europa von Vollstreckern islamischer Herrschaftspraktiken und fanatischen Gläubigen, die von polit-religiösen Verbänden darin ermuntert werden, bedroht und verfolgt werden. Wenn sie gleichwohl durch demagogischen Sprachgebrauch bei ihrem Publikum unbewusst falsche Assoziationen wecken und manipulieren, statt darüber aufzuklären, so geschieht das um der ideologischen Funktion der mit der Setzung „Rassisten, nicht Muslime“ geweckten unbewussten Assoziation willen. Durch diese Manipulation des Unbewussten erscheinen Muslime immer nur als Opfer des Rassismus oder Antisemitismus der Anderen, niemals aber selbst als rassistische oder antisemitische Täter, die sie sein können und vielfach auch wirklich sind (Hamas, islamischer Djihad, Hisbollah, Al Kaida, Ahmadinedschad). Weil Muslime per Dekret keine rassistischen und antisemitischen Täter sein können, kann auch die richtige Kritik von Wissenschaftlern oder kritischer Publizisten an rassistischen, antisemitischen, rechtsextremen, autoritären und xenophoben Einstellungen und rohen Herrschaftspraktiken, sofern ihre Kritik muslimische Gruppen und den Islam als Legitimationsideologie für üble Herrschaftspraktiken betrifft, mithin nur falsch sein, und muss der Kritiker als der rassistische Übeltäter an wehrlosen muslimischen Opfern entlarvt werden, der seinen angeblichen Rassismus und Antisemitismus hinter einer dem Anschein nach emanzipatorischen Kritik verbirgt. Der Kritiker des Islam als Legitimationsideologie für autoritäre, antidemokratische Herrschaftsformen und von antisemitischen oder kulturrassistischen Einstellungen von Muslimen wird vor jeder Erfahrung und jeder Prüfung seiner Argumente unter den Verdacht gestellt, ein antisemitischer oder rassistischer Übeltäter zu sein, der Moslems, ohne Ansehung ihrer wirklichen Einstellungen und Taten, also nur weil sie Moslems seien, und den Islam, nur weil er ein „fremder“ Glaube sei, ohne Ansehung seiner wirklichen Herrschaftsformen, Herrschaftspraktiken und politischen Ideologien zu kritisieren. Das ist der wohl auch gewollte Effekt der Manipulation des Unbewussten durch die demagogische Formel.
2. Die Manipulation des Unbewussten durch die Formel „Rassisten, nicht Muslime..“ wird durch eine zweite Komponente verstärkt. Sie besteht darin, dass die Formel „Rassisten sind das Problem, nicht Muslime“ wegen der formalen Analogie unterschwellig an das bekannte richtige Diktum: „Der Antisemitismus ist das Problem, nicht die Juden“ erinnert, und soll das wohl auch. So richtig aber das Diktum über den Antisemitismus ist, so falsch ist die analoge Behauptung über Rassismus und Muslime. Denn der christliche und völkisch- rassistische Antisemitismus in Europa, der in der staatlich organisierten Massenvernichtung der Juden durch Nazi-Deutschland zu seinem negativen Höhepunkt kam, hatte tatsächlich nichts mit dem wirklichen Verhalten und Denken der Juden zu tun, und die Juden, die zur Vernichtung „frei gegeben“ wurden, waren in der Tat wehrlose Opfer, die keine Macht schützte. Ganz anders aber ist das Verhältnis des Islam und moslemischer Gruppen, Organisationen und Staaten zum kulturalistischen Rassismus und Judenhass und Rechtsextremismus. Sie sind auch nicht wehrlose, von keiner Macht geschützte Opfer, sondern häufig von finanzstarken Organisationen unterstützte Täter. Es kann außerdem keine Rede davon sein, dass Muslime irgendwo auf der Welt von Vernichtung bedroht sind, wie es die Juden waren (und immer noch sind), sondern es ist umgekehrt so, dass umgekehrt Muslime vielerorts auf der Welt als rassistische (Sudan, Taliban, Iran) Täter oder antisemitische Täter (Hamas, islamischer Djihab Al Kaida, iranische Regime) terroristisch tätig sind. Gleichwohl wird durch die (falsche) Analogie unbewusst die Assoziation geweckt, die Muslime seien den Juden und der Islam dem Judentum vergleichbar, mit anderen Worten „der Moslem“ „der Jude von heute“. Darauf zielt auch die im Jargon der Menschenfreundlichkeit und Wissenschaftlichkeit vorgetragene des Prof. Dr. Wolfgang Benz ab, der die richtige emanzipatorische Kritik am kulturalistischen (ursprungsphilosophischen)islamischen Rassismus als verdeckten antimuslimischen Antisemitismus verächtlich macht und Muslime im gleichen Zug zu den ‚Juden von heutzutage’ erklärt. Damit ist die Verkehrung durch die demagogische Manipulation des Unbewussten perfekt und der (Vernichtungs-) Antisemitismus, sofern er bei Muslimen auftritt, zumal wenn dieser Antisemitismus sich gegen den jüdischen Staat, den „Sündenbock unter den Staaten“ richtet, gegen die richtige Kritik maximal immunisiert. Erlangt diese Strategie der Verkehrung je die kulturelle Hegemonie, wie die Sprachrohre des linksdeutschen Mainstreams und Verfasser des Aufrufs gegen Islamkritik es anstreben, wird die richtige Kritik des muslimischen (Vernichtungs-) Antisemitismus oder –Zionismus vor jeder Erfahrung als rassistisches, strukturell antisemitisches Machwerk gebranntmarkt sein. Kaum einer wird sich dann noch den Mund verbrennen wollen, indem er die Wahrheit sagt und gegen die etablierte hegemoniale Lüge aufsteht. 3. Die Unterdrückung der Frau, die ihre Selbstunterstellung unter die durch den Islam legitimierte patriarchalische Herrschaftsform durch Selbstverhüllung (Schleierzwang, respektive Burkazwang) öffentlich (bei Strafe für Leib und Leben) zu bekunden hat, wird in dem Aufruf falsch als „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ verteidigt und so der islamischen Legitimationsideologie für herrische politische Ungleichheit zwischen Mann und Frau kritiklos das Wort geredet, statt sie und den impliziten Rassismus dieser Herrschaftsform beim richtigen Namen zu nennen und aus dem Geiste der Freiheit und menschlichen Emanzipation von Herrschaft zu kritisieren. Freiheit und Würde des Menschen meint etwas anderes als „Freiheit“ der Frau (und des Mannes), sich der Herrschaft, die die Frau (oder den Mann) schlägt, mit Haut und Haar zu identifizieren, um relativen Vorteil daraus zu ziehen, oder eben Strafen hinnehmen und leiden zu müssen. All diesen ideologischen Verkehrungen ist mit Nachdruck entgegenzutreten, damit die Tür zur menschlichen Emanzipation offen gehalten werden kann. Denn die gesellschaftliche Funktion der mit diesen Verkehrungen etablierten linksdeutschen Ideologie besteht gerade darin, diese Tür zu verschließen, aber das mit dem falschen Bewusstsein zu tun, an streite man gegen Rechtsextremismus, Faschismus und Antisemitismus und für das Recht der Frauen, also für die Emanzipation, wo man in Wahrheit das Gegenteil tut und sich unter dem Banner der „Freiheit von Religion und Weltanschauung“ (GG, Artikel 4) für die Freiheit von Rechtsextremen, Faschisten, Antisemiten, Frauenunterdrückern, autoritären Charakteren und schamlosen Ausbeutern stark macht, deren politische Grundlage, nämlich die radikale politische Emanzipation des Staates von der Religion und bürgerlichen Gesellschaft, man schon wieder vergessen hat, wenn man sie in Deutschland überhaupt je begriffen hat. Das Ende dieser ideologischen Entwicklung wäre die Hegemonie einer neuerlichen regressiven globalen antikapitalistischen Ideologie, deren stärkstes Bindemittel die im Jargon modernisierte „antirassistische“ antisemitische Ideologie in der Konzentration auf den Staat Israel wäre, in der der völkisch-christliche, kulturalistisch oder ursprungsphilosophisch (nicht aber biologistisch) argumentierende Judenhass sich mit dem kulturalistisch argumentieren Judenhass im muslimischen Herrschaftsbereich, der sich zu seiner Rechtfertigung islamischer Quellen bedient, zu einem Amalgam verbinden. Die daraus resultierende Endtat wäre die Preisgabe Israels, die sich heute schon, nicht nur in der beharrlichen Propaganda des iranisch-islamischen Regimes, das Israel von der Landkarte verschwinden lassen will, mehr als nur andeutet – in dem wahnhaften Irrglauben, durch diese Preisgabe und gegebenenfalls Vernichtungstat den Weltfrieden und die eine Menschheit – als religiöse, kulturalistische Umma der Völker – herbeizuführen. Wir, die Autoren und Erstunterzeichner des Aufrufs halten es aus den genannten Gründen für dringlich, dem verkehrenden Pamphlet „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“ in Form eines Gegenaufrufs zu widersprechen. Wir alle fordern unsere Leser eindringlich auf, sich dem Gegenaufruf anzuschließen. Alles Weitere steht im Aufruf selbst.- Um den Aufruf zu unterzeichnen, klicken hier Sie bitte und schicken die Unterstützung als Kommentar ab.
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kritik der Politischen Ökonomie
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Geschrieben von: Michael Wolf
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Montag, 23. August 2010 um 12:20 Uhr |
Außer daß sie von der seinerzeitigen rot-grünen Bundesregierung unter dem »Basta-Kanzler« Gerhard Schröder ins Werk gesetzt wurde, hat die ›Bologna-Prozeß‹ genannte Hochschulreform mit der Hartz-IV-Arbeitsmarktreform nur wenig zu tun. – Allerdings nur auf den ersten Blick. Sieht man nämlich genauer hin, dann zeigt sich, daß beide Reformen nicht nur in ihrem Ziel übereinstimmen, sondern auch in ihren auf Kontrolle und Zwang setzenden Methoden. In dem auf einem Vortrag basierenden Essay wird mit Rekurs auf regulations- und gouvernementalitätstheoretische Grundvorstellungen Plausibilität für die These zu erzeugen versucht, daß die beiden staatlicherseits vorangetriebenen Reformen eine spezifische, auf die Herstellung von ›employability‹ zielende Form der Anpassung an den Prozeß der Globalisierung darstellen, mit der das gesamte soziale Leben so gesteuert und staatlich organisiert werden soll, daß jeder Arbeitskraftbesitzer seine Unterwerfung unter die Bedingungen kapitalistisch-marktwirtschaftlicher Rationalität und die Erfordernisse politischer Machterhaltung selbst betreibt und sich mit seinen Potentialen möglichst freiwillig und reibungslos in den auf Ausbeutung beruhenden kapitalistischen Prozeß der Mehrwert- und Reichtumsproduktion einbringt. Hierbei erfolgt der Versuch des totalitären Zugriffs auf die menschliche Subjektivität dadurch, daß die Betroffenen einerseits über die Zuschreibung von Eigenverantwortung als autonome Subjekte angerufen werden, während man sie andererseits zugleich in spezifische Kontroll- und Sicherungsstrategien einbindet, damit die abverlangte ›Autonomie‹ nicht aus dem Ruder läuft Michael Wolf
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kultur, Literatur, Musik
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Geschrieben von: Gerhard Scheit ( mit Ana Ilic und Stefan Marx)
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Montag, 23. August 2010 um 17:06 Uhr |
Statt eines Vorspanns ein Auszug aus dem Interview mit Gerhard Scheit:
Scheit: Zum wirklichen Verbrechen kann Kitsch erst in der Politik werden, denn dort dient er der Ästhetisierung der in jedem Moment real vorhandenen Gewalt. So haben auch das Äußerste an Kitsch die Nationalsozialisten zustande gebracht, da sie am konsequentesten die Politik ästhetisiert haben. Und es ging auch gar nicht anders. Es war ein immanenter Bestandteil ihres politischen Systems, wenn man das als System überhaupt bezeichnen kann. Denn die Ausrichtung der ganzen Gesellschaft auf den Vernichtungskrieg, der dann auch die Bereitschaft zum Selbstopfer einschließen muss, ist überhaupt nur möglich, wenn der Tod, oder wie Carl Schmitt sagt: „Tötungsbereitschaft und Todesbereitschaft“ in einem zum Kern der Ästhetisierung wird. Interviewer: Du hast vorher Brecht erwähnt. ... Die „Maßnahme“, die Bereitschaft zu Opfer und Selbstopfer, die durch die Unterordnung des Individuums unter ein Kollektiv erfolgt, das dann eben, wie du schreibst, laut Brecht keine Rücksicht auf die in ihm vereinten Einzelleben nehmen darf, wenn es seinen Bestand sichern will. Brauchen politische Kollektive den Kitsch? Welche Funktion erfüllt der Kitsch für die politische Organisation? Scheit: Das kann man durchaus in dieser Allgemeinheit formulieren, dass politische Kollektive den Kitsch brauchen. Zugleich würde ich aber wieder differenzieren wollen zwischen den verschiedenen Kollektiven, die es im Politischen gibt. Das hängt davon ab, wie sich die Einheit des Kollektivs jeweils zum Individuum verhält, wie sie sich ihm gegenüber zur Geltung bringt; was das Kollektiv also aus den Individuen macht und was die Individuen mit sich selbst machen in einem bestimmten Kollektiv. Diese Unterscheidungen muss man machen, sogar wenn man Brechts „Maßnahme“ ins Auge fasst, in der es unzweifelhaft durchgängig diese Ästhetisierung des Selbstopfers gibt im Unterschied zu der erwähnten „Johanna der Schlachthöfe“. Man vergleiche Brechts „Maßnahme“ mit Nazipropaganda oder mit stalinistischer Propaganda. Dieses „Lehrstück“ provoziert dadurch, dass es ausspricht, was die Propaganda, damit die Individuen sich einfacher selbst belügen können, lieber verschweigt. Zugleich muss man aber festhalten, dass Brecht damit selbst zum Stalinisten geworden ist und dass es ihn dann nicht wenig Anstrengung gekostet hat, davon wieder wegzukommen und diese Idolatrie des Selbstopfers, die eine solche Ästhetisierung bedeutet, in Zweifel zu ziehen. Interviewer: In der Dramaturgie des Antisemitismus sprichst du von einer „Ästhetisierung des Souveräns“. Die geht für dich zusammen mit einer besonderen Lust im Sinne des Anti- semitismus an der „Imitation der Geächteten“. (...) Du schreibst da: „das Schicksal der Juden wird erzählt, nicht dargestellt“. Du schreibst von einer „Scheu“, Judenfiguren darzustellen. Scheit: Was ich damit gemeint habe, ist, dass die Imitation, das Nachmachen der Juden, einmal ein wesentliches Merkmal des Antisemitismus war. Im antijüdischen Witz genauso wie auf der Bühne oder im Film. Das war ganz essentiell für den Antisemitismus in seiner Ursprungs- phase. So kann man an das Vorige anknüpfend durchaus sagen, dass an antisemitischen Darstellungen das Verbrecherische des Kitsches mit Händen zu greifen ist, weil die Widersprüche, die Konflikte, das Unversöhnte der Gesellschaft, in der man lebt, dadurch beseitigt werden, dass die Figur „des Juden“ als „das Böse“ schlechthin stigmatisiert wird. Auf diese Figur des Juden wird projiziert, was man an der Gesellschaft nicht erträgt, um dadurch die eigene Abhängigkeit von abstrakt gewordenen gesellschaftlichen Verhältnissen auszuagieren. Indem man sich „den Juden“ als „das Böse“ katexochen vormacht und die jüdische Weltverschwörung als Ursache für alles Schlechte in der Welt vorspiegelt und vorgaukelt, glaubt man der Ursache dessen, worunter man leidet, habhaft zu werden. Das ist die Dramaturgie des Antisemitismus. Je abstrakter die gesellschaftlichen Verhältnisse wurden, je mehr sich die Geldwirtschaft sich entwickelt, das Kapitalverhältnis die Ge- sellschaft durchdrungen hat, desto größer wurde das Bedürfnis, die Abstraktheit der Verhältnisse zu personifizieren. Marx schreibt auch wörtlich (in den „Grundrissen der Kritik der Politischen Ökonomie“): „dass die Individuen nun von Abstraktionen beherrscht werden, während sie früher voneinander abhingen“ – und meint mit diesen realen Abstrak- tionen das Kapitalverhältnis. Umso größer diese Beherrschung durch Abstrak-tionen, umso größer das Bedürfnis, sie zu personifizieren, damit der Grund, warum man leidet, greifbar wird und vor allem: tötbar. Das ist der Mechanismus der antisemitischen Projektion. |
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kritische Theorie
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 18. März 2005 um 17:32 Uhr |
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Referrat des Aufsatzes von Horkheimers Aussatz "traditionelle und kritische Theorie" (1937) mit Kommentierungen und kritischen Anmerkungen. Der Aufsatz formuliert das Programm der kritischen Theorie der Gesellschaft und grenzt es von der traditionellen Theoriebildung in den Sozialwissenschaften ab.
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kritische Theorie
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 18. März 2005 um 16:21 Uhr |
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Kritik an der Ontologie will auf keine andere Ontologie hinaus, auch auf keine des Nichtontologischen. Sie setzte sonst ein anderes als das schlechthin Erste; diesmal nicht die absolute Identität, Sein, den Begriff, sondern das Nichtidentische, Seiende, die Faktizität. Damit hypostasierte sie den Begriff des Nichtidentischen und handelte dem zuwider, was er meint." (Adorno)
"Denken braucht sich an seiner eigenen Gesetzlichkeit nicht genug sein zu lassen; es vermag gegen sich selber zu denken, ohne sich preiszugeben; wäre eine Definition von Dialektik möglich, so wäre das als eine solche vorzuschlagen. Die Armatur des Denkens muß ihm nicht angewachsen bleiben; es reicht weit genug noch die Totalität seines logischen Anspruchs als Verblendung zu durchschauen.« (Adorno)
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Ideologie- und Religionskritik
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Sonntag, 26. März 2006 um 13:17 Uhr |
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Es hat lange gedauert, aber nun endlich hat sich auch Helmut Schmidt, das Plapperorgan der deutschen Ideologie, zusammen mit den ehemaligen sozialistischen Regierungschefs Fraser, Miyazawa, Carlson, Majali, in seiner Hauszeitung zum "Karikaturenstreit" und seinen Folgen geäußert und, wie zu erwarten stand, der dänischen Zeitung und der dänischen Regierung, nicht aber den fanatischen muslimischen Demagogen, die den Mob mit Lug und Trug aufhetzten, "Verantwortungslosigkeit" bescheinigt. Kaum ein Artikel der letzten Zeit gibt den Geist der geistlosen Zustände in Deutschland, das Elend der geistigen Verhältnisse, so trefflich wieder wie dieser Artikel. Deshalb halte ich eine Stellungnahme zu diesem Artikel für geboten. Ich gehe dabei so vor, dass ich in einem ersten Teil die wichtigsten Feststellungen oder "Argumente" Schmidts, die kaum so zu nennen sind, weil der Artikel nirgendwo kritisch prüft und argumentiert, sondern unablässig Setzungen vornimmt, im Einzelnen diskutiere. |
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kritische Theorie
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Sonntag, 26. März 2006 um 14:11 Uhr |
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Der mit den Wölfen heult: Über die deutsche Kumpanei mit dem Isamismus Teil 2
Gliederung: 1. Oberste Maximen des deutschen Mainstreams 2. Minima moralia und die angebliche Militarisierung des Denkens
Was man so Mitläufertum nennt, war primär Geschäftsinteresse: dass man seinen eigenen Vorteil vor allem anderen wahrnimmt, und um sich nur ja nicht zu gefährden, sich nicht den Mund verbrennt. Das ist ein allgemeines Gesetz des Bestehenden. Das Schweigen unter dem Terror war nur dessen Konsequenz. Die Kälte der gesellschaftlichen Monade, des isolierten Konkurrenten, war als Inbegriff gegen das Schicksal der anderen die Voraussetzung dafür, dass nur ganz wenige sich regten. Das wissen die Folterknechte; auch darauf machen sie stets erneut die Probe. (Adorno)
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Ideologie- und Religionskritik
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Samstag, 03. Juni 2006 um 14:16 Uhr |
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Mohammed und die Karikaturen - Die ganze Geschichte unterm Strich
Bei den Nazis hieß es: "Du bist Nichts, Dein Volk ist alles". Bei dem iranischen Führer Ahamadinedjad und den Imamen, die das Volk aufhetzen, heißt es: "Du bist nichts, die islamische Nation ist alles". Das böse Doppelspiel der politischen Klasse in Deutschland, das ihre deutschen Ideologen "kritischen Dialog" nennen, geht weiter - "bis alles in Scherben fällt".
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Politische Eingriffe -
Islamismus
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Sonntag, 10. Januar 2010 um 17:47 Uhr |
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Kürzlich hat der „Präsident der islamischen Religionsgemeinschaft“ mir eine harte Bestrafung wegen Islamophobie, d. h. „Beleidigung“ des Islam und Hetze gegen den Islam -„Volksverhetzung“- angedroht. Ich nehme die Drohung zum Anlass einer kritischen Stellungnahme. Dabei ist es für mich unerheblich, dass mir die Bestrafung angedroht wird. Mir ist völlig klar, dass die Aufforderung muslimischer Führer, Kritiker zu bestrafen, unter den gegebenen Umständen jederzeit jeden in Deutschland treffen kann, der es wagt, den Mund aufzutun und negative Kritik an den Verhältnissen in diesem Land der Unzumutbarkeiten zu üben, deren eine und nicht geringste die verbreitete konformierende Asozialität ist, die sich unter anderem auch als passiv-konformistische Hinnahme islamischer Herrschaftsansprüche äußert. Die kapitale Kulturindustrie und deren Massenmedien verstärken bis auf wenige Ausnahmen diesen Trend nachhaltig, indem sie erstens einem Kulturrelativismus huldigen, zweitens die grundlegende Differenz zwischen Religionskritik als Ideologie und Xenophobie durch beabsichtigte Verschiebung und Verdichtung der beiden Begriffe zu einem Begriff „Islamophobie“ verwischen, der als solcher darum schon eine systematisch falsche Zustellung und als Begriff Ideologie ist, und drittens schließlich den in sich verkehrten, ideologischen Begriff „Islamophobie“ dann auch noch als eine dem Antisemitismus strukturgleiche Haltung definieren, mit dem paradoxen Resultat, dass die Kritik am islamischen Antisemitismus bzw. Antijudaismus, die zugleich auch Kritik am Islam in seiner gegenwärtigen Verfasstheit ist, selbst - weil angeblich „islamophob“ - als strukturell „antisemitisch“ zu gelten hat und dem Tabu verfällt. Das ist zwar im wahrsten Sinne verrückt, aber eben diese Verrücktheit, die Verkehrung des Sinnes der emanzipatorischen Kritik und der Bedeutungen der Begriffe der emanzipatorischen Praxis zum herrschenden Bewusstsein zu machen, ist das schwarze Curriculum jener, die den Konformismus mit dem völkischen Kulturrassismus, sobald er als „islamische Kultur“ daherkommt, falsch zur „Toleranz“ und die negative Kritik an der falschen, repressiven Toleranz zur „Islamophobie“ und damit im Sinne ihrer Verkehrungen zu einer Form von Antisemitismus erklären.
Angesichts dieser Sachlage geht es bei der folgenden Stellungnahme allein um die politische Dimension des Vorgangs.
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kritische Theorie
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Dienstag, 07. Februar 2006 um 10:24 Uhr |
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Heute (18.02.06) las ich in der Tageszeitung, Günther Grass sei zu der bemerkenswerten Erkenntnis gekommen, dass die Mohammed-Karikaturen in der konservativen Tageszeitung Jyllands-Posten ihn "an die berühmte Zeitung der Nazi-Zeit, den Stürmer", erinnern. Dort, meint er, "wurden antisemitische Karikaturen desselben Stils veröffentlicht" Nun sind aber die Karikaturen im Jyland-Posten alles andere als antisemitisch, wie ich in meinem Artikel zeige. Sie denunzieren vielmehr eine schlechte, marode Herrschaftsform, die in islamischen Ländern verbreitet ist und sich religiös legitimiert. Diese marode Herrschaft, deren Führer einst mit Nazis paktierten, - nicht die dänische Zeitung - produziert in den von ihr kontrollierten arabischen Medien Tag für Tag antisemitische Hetzkarikaturen, wie sie im Stürmer üblich waren (s.mein Artikel), ohne dass Grass in schlechter deutscher Tradition je ein Wort darüber verloren hätte. |
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kritische Theorie
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Samstag, 19. März 2005 um 16:43 Uhr |
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Ich stelle die These auf, daß die Lehre vom New Age, wie sie seit den achtziger Jahren auch und vor allem in Deutschland boomt, ein gegen die Linke, gegen die individuelle und gesellschaftliche Emanzipation von Herrschaft und gegen die Forderungen der Moderne nach Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität gerichtetes Projekt ist. Sie dient in der Krise dieser Tage, in der erneut ein Rationalisierungsschub die gesellschaftlichen Verhältnisse transformiert, dazu, die Menschen bei der Stange zu halten und sie zu lehren, die negativen Konsequenzen dieses Rationalisierungsschubs in präventivem Einverständnis mit dem großen Ganzen, dessen Dynamik so undurchschaubar ist wie die Wege Gottes unerkennbar sind, demütig hinzunehmen, die aufbegehrenden Impulse durch immerwährendes "positives Denken" zum Kuschen zu bringen und die Herrschaft der "Eliten", die durch mögliche Proteste bedroht würde, zu stabilisieren. |
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kritische Theorie
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Geschrieben von: Theodor W. Adorno
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Montag, 28. August 2006 um 18:02 Uhr |
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Echheit, Authentizität oder "mit sich selbst identisch sein", nicht mit dem "kleinen Selbst, sondern dem "großen kosmischen Selbst", sind heutzutage die äquivalenten Begriffe für "Eigentlichkeit". Nur die Spielmarke, das Etikett hat sich gewandelt, sonst aber ist die "deutsche Ideologie " der Nachkriegszeit, die Adorno im "Jargon der Eigentlichkeit" kritisiert, in ihren Grundzügen dieselbe geblieben. Sie wird heute aber nicht mehr nur in evangelischen Akademien oder philosophischen Seminaren, in denen der großen Meister, allen voran Heidegger, gedacht wird, propagiert, sondern vor allem im Fachbereich Sozialwesen. Hier ist der Jargon der Echtheit und Authentizität, die Beschwörung der Archetypen und des uranfänglich Eigenen, der kollektiven Identität, die man zu "individuieren" habe, weil man sonst "seelisch krank" werde, schon seit langem zur Leitideologie geworden. |
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Kritische Theorie
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Freitag, 18. März 2005 um 11:20 Uhr |
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Referat und Kommentare zu Horkheimers Schrift: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft", in ders., Ges. Schriften, Bd.6, Franfurt/M. 1991
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Neue Rechte, Völkisches Denken, Rassismus
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Samstag, 12. März 2005 um 13:56 Uhr |
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Kulturrevolution von Rechts im Jargon des linken Kulturrelativismus
Das den Faschismus ideologisch erzeugende Projekt, dem die Vorstellung zugrundeliegt, die Gesellschaft sei ein verwilderter Garten, in dem der »konservative Revolutionär« als Gartenbauarchitekt nach einem von ihm konstruierten, die ökologischen Gesetzmäßigkeiten berücksichtigenden Plan die Ordnung wiederherzustellen und alles zu jäten und mit der Gartenschere abzuschneiden habe, was sich ihr nicht fügt, ist nicht tot, sondern lebt unter Berufung auf das vornehme Wort »Kultur« oder, wie es heute meist heißt, »nationale Identität« fort. Mit ihm lebt die alte Bedrohung alles dessen fort, was "der Gärtner" für Unkraut hält und das Adorno mit den realen Abstraktionen, nach denen der Gärtner das "ökologische Gleichgewicht" und der Systemingenieur im Allgemeinen das systemische Gleichgewicht herstellen will, das Nichtidentische nennt. |
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Kritische Theorie der Gesellschaft -
Ideologie- und Religionskritik
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Geschrieben von: Heinz Gess
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Samstag, 04. Juni 2005 um 09:17 Uhr |
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Das Kapital bringe seine versprochene Gegenleistung nicht, tönt die Führung, es sackt die erhöhte Profite ein, die ihm dank der Sparmaßnahmen der Regierung, die dem Volk zugunsten von Kapitalrendite Opfer abverlangt, denkt aber gar nicht daran, die versprochenen Gegenleistungen zu bringen und im Standort Deutschland zu investieren. Es täuscht, betrügt und kommt seinen Verpflichtungen dem arbeitenden Volk gegenüber, das Verzicht geleistet hat, nicht nach. Kapitalisten treiben Missbrauch mit dem eigentlich guten Kapital. Deshalb muss das Volk protestieren und die Missbrauch treibenden Kapitalisten zur Verantwortung ziehen. Dazu braucht es selbstverständlich und in Deutschland erst recht politische Führer, die vorangehen. Schon setzt sich Müntefering als Wortführer des inszenierten Protests in Szene, auf dass die Arbeitnehmer wieder einmal gerade noch rechtzeitig vor der Wahl erkennen, wer ihre „wahre Interessen“ vertritt und sich mit dem guten europäischen Kapital gegen das Missbrauch treibende amerikanische Kapital zusammenschließen zu einer guten kapitalen Volksgemeinschaft. So wird es bis zur Bundestagswahl weitergehen. |
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